{"id":823,"date":"2021-04-11T17:19:05","date_gmt":"2021-04-11T17:19:05","guid":{"rendered":"https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/?p=823"},"modified":"2021-04-14T13:51:00","modified_gmt":"2021-04-14T13:51:00","slug":"peter-wulff","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/?p=823","title":{"rendered":"Peter Wulff"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Zigarrenfabrikant in D\u00e4nemark<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Peter Wulff wurde am 9. Januar 1841 in Barmstedt, Chemnitzstra\u00dfe 18, geboren. Seine Eltern waren Johann Wulff, Schneidermeister in Barmstedt und Margaretha geb. J\u00fcrgens. Die Mutter starb bereits 1847, der Vater ein Jahr sp\u00e4ter.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Jahr 1857 wird Peter Wulff in Quickborn konfirmiert.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>Garstedt, Peter, S. von Johann Wulf und der Margretha geb. J\u00fcrgens, geb. Barmstedt, geb. 1841 Januar 9, get. 24sten, vaci. (Pockenimpfung) 1841 Juli 13, (Dr.) Stolborn.<\/p><cite>Quickborn, Konfirmationsregister 1857\/47<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Nach dem fr\u00fchen Tod seiner Eltern, wird sich vermutlich ein Verwandter oder Taufpate seiner angenommen haben, der in Garstedt wohnte bzw. dort hinzog. Garstedt geh\u00f6rte damals zur Kirchengemeinde Quickborn.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-medium\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"211\" height=\"300\" src=\"https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/PeterWulf-211x300.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-829\" srcset=\"https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/PeterWulf-211x300.jpg 211w, https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/PeterWulf.jpg 480w\" sizes=\"auto, (max-width: 211px) 100vw, 211px\" \/><figcaption>Peter Wulff (1841-1898)<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Die Halbschwester seiner Mutter Margaretha war Gesche J\u00fcrgens. Sie stammt aus dritter Ehe des gemeinsamen Vaters Peter J\u00fcrgens. Gesche ehelicht am 6. Juni 1845 in Barmstedt den Zigarrenfabrikanten J\u00fcrgen Hinrich Heydorn, der aus Esingen stammte.<br>Sp\u00e4testens im Oktober 1849 zieht J.H. Heydorn mit seiner Familie nach Pinneberg, wo er eine Fabrik zur Zigarrenherstellung errichtete und von 1856 bis 1863 Fleckensvorsteher von Pinneberg war. Es ist nicht ausgeschlossen, dass Peter Wulff das Handwerk der Zigarrenherstellung sp\u00e4ter bei J.H. Heydorn erlernt hatte.<\/p>\n\n\n\n<p>Noch vor dem Jahr 1868 geht Peter Wulff nach Kopenhagen, D\u00e4nemark, um dort im September desselben Jahres eine Fabrik zur Herstellung von Zigarren zu errichten. Im Zusammenhang mit der Errichtung der Zigarrenfabrik wird auch sein Schwiegervater J.H. Heydorn genannt.<br>Im September 1873 kehrt Peter Wulff f\u00fcr kurze Zeit nach Barmstedt zur\u00fcck, um dort seine Kusine 2. Grades, Gesche Heydorn, am 11. September 1873 zu heiraten.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>Peter Wulff, Cigarrenfabrikant in Kopenhagen, ehel. Sohn des weil. Eingesessenen und Schneidermeisters Johann Wulff in Barmstedt und der Margaretha geb. J\u00fcrgens, 1.Ehe, geb. 1841 Januar 9, mit Emma Catharina Mathilde Heydorn in Pinneberg, ehel. Tochter des Cigarrenfabrikanten und Eigners J\u00fcrgen Hinrich Heydorn daselbst und der Gesche geb. J\u00fcrgens, 1.Ehe, geb. 1846 Juli 20.<\/p><cite>Barmstedt, Heiratsregister 1873\/47<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Auch im Kirchenbuch von Rellingen, wohin Pinneberg kirchlich eingegliedert war, wurde die Ehe festgehalten.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Unternehmen in D\u00e4nemark wurde im September 1868 von Peter Wulff gegr\u00fcndet. Die Fabrik befand sich seit 1868 in einem Teil des Geb\u00e4udes der Vester Voldgade 11, zog jedoch 1879 in den Stadtteil Gammelholm, Holbergsgade 18, um. Wulffs Schwager H.C.M. Heydorn (1851-1914), war von 1883 bis 1888 Partner der Firma. Am 26. Juni 1898 starb Peter Wulff und das Unternehmen wurde anschlie\u00dfend von seiner Frau Emma weitergef\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<p>Peter und Emma Wulffs \u00e4ltester Sohn Oskar arbeitete ebenfalls f\u00fcr das Unternehmen und wurde 1901 Partner. Das Unternehmen \u00fcbersiedelte 1907 nach Toldbodvej 6. Der zweit\u00e4ltester Sohn Paul, der seit 1905 in der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung t\u00e4tig war, wurde ebenfalls Partner, als seine Mutter 1913 ihren Anteil am Unternehmen aufhob. In der S\u00f8lvgade 38 wurde 1913\/14 eine neue Fabrik gegr\u00fcndet. Das Unternehmen erwarb zudem 1916 die ehemalige Tabakfabrik von Herman Kruger in Nordre Fasanvej 111-115.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"640\" height=\"480\" src=\"https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/PeterWulf_Grabstein.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-821\" srcset=\"https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/PeterWulf_Grabstein.jpg 640w, https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/PeterWulf_Grabstein-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><figcaption>Grabstein der Familie Wulff in Kopenhagen<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Oskar Wulff zog sich 1934 aus dem Unternehmen zur\u00fcck. Ein Jahr sp\u00e4ter wurden zwei Stockwerke in einem Industriegeb\u00e4ude in der Polensgade 25 angemietet. Drei Jahre sp\u00e4ter, im September 1938, wurde dann das gesamte Geb\u00e4ude gekauft.<br>Die Firma wurde 1939 in eine Aktiengesellschaft umgewandelt, deren Vorstand aus Paul Wulff (Vorsitzender), Heinrich Wulff und Rechtsanwalt Karsten Meyer (geb. 1887) bestand. Als Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer wurden Hans und Carl Wulff eingesetzt, ebenfalls S\u00f6hne von Paul und Emma Wulff.<\/p>\n\n\n\n<p>In den 1950er Jahren begann der Markt f\u00fcr Zigarren zu schrumpfen. Familie Wulff verkaufte daraufhin das Unternehmen im Jahr 1975 an die Scandinavian Tobacco Group.<br>Die Fabrik am Nordre Fasanvej 111-15 ist erhalten geblieben, wobei die gelbe Backsteinfassade mit dem Namen des Unternehmens verkleidet wurde. Das Fabrikgeb\u00e4ude in Polensgade wurde abgerissen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Unternehmensgeschichte wird von Hans Wulff in dem Buch <em>&#8222;Nichts ohne Arbeit 1868 &#8211; P. Wulff 1968&#8220;<\/em> beschrieben.<br>Das Buch ist in d\u00e4nischer Sprache erschienen, wobei einige Seiten in englisch verfasst wurden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Verfasser:<\/strong> Michael Conrad<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Quellen:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Kirchenb\u00fccher von Barmstedt, Quickborn, Rellingen<\/li><li>Wikipedia<\/li><\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zigarrenfabrikant in D\u00e4nemark Peter Wulff wurde am 9. Januar 1841 in Barmstedt, Chemnitzstra\u00dfe 18, geboren. Seine Eltern waren Johann Wulff, Schneidermeister in Barmstedt und Margaretha geb. J\u00fcrgens. Die Mutter starb bereits 1847, der Vater ein Jahr sp\u00e4ter. Im Jahr 1857 wird Peter Wulff in Quickborn konfirmiert. Garstedt, Peter, S. von Johann Wulf und der Margretha<\/p><\/div>\n<div class=\"blog-btn\"><a href=\"https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/?p=823\" class=\"home-blog-btn\">Weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[4],"tags":[],"class_list":["post-823","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-biografien"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/823","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=823"}],"version-history":[{"count":14,"href":"https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/823\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":841,"href":"https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/823\/revisions\/841"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=823"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=823"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=823"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}