{"id":874,"date":"2021-09-24T14:45:00","date_gmt":"2021-09-24T14:45:00","guid":{"rendered":"https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/?page_id=874"},"modified":"2022-02-08T19:14:40","modified_gmt":"2022-02-08T19:14:40","slug":"fruehes-und-hochmittelalter-in-suedholstein-8-bis-12-jahrhundert","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/?page_id=874","title":{"rendered":"Fr\u00fches und Hochmittelalter in S\u00fcdholstein: 8. bis 12. Jahrhundert"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-pb-accordion-item c-accordion__item js-accordion-item no-js is-open\" data-initially-open=\"true\" data-click-to-close=\"true\" data-auto-close=\"true\" data-scroll=\"false\" data-scroll-offset=\"0\"><h2 id=\"at-8740\" class=\"c-accordion__title js-accordion-controller\" role=\"button\">Wann entstand Barmstedt?<\/h2><div id=\"ac-8740\" class=\"c-accordion__content\">\n<p>Die Geschichte Barmstedts, Elmshorns und der umgebenden Ortschaften beginnt im Hochmittelalter. Zumindest lassen sich erst aus der Zeit ab 1140 schriftliche Hinweise ihrer Existenz finden. Arch\u00e4ologische Forschungen haben allerdings Siedlungsspuren aus der Stein- und Bronzezeit nachweisen k\u00f6nnen. Die Entstehung fester, l\u00e4ngere Zeit existierender Siedlungen in der Bronze- und Eisenzeit kann bisher nur durch Grabst\u00e4tten in Form von H\u00fcgelgr\u00e4bern abgeleitet werden. Von diesen gab es in der Barmstedter Region allerdings so viele, dass \u00fcber deren \u00d6ffnung Ende des 17. Jahrhunderts einer der \u00e4ltesten Forschungsberichte \u00fcber pr\u00e4historische Grabst\u00e4tten ver\u00f6ffentlicht wurde.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/FrueHoch_1_BaeumeHimmel.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-908\" width=\"519\" height=\"389\" srcset=\"https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/FrueHoch_1_BaeumeHimmel.jpg 448w, https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/FrueHoch_1_BaeumeHimmel-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 519px) 100vw, 519px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Da schriftliche Quellen fr\u00fchestens seit der Antike vorhanden sind, diese sich aber h\u00f6chstens auf Nordelbien allgemein beziehen, aus dem fr\u00fchen Mittelalter ebenfalls keinerlei schriftliche Belege zu unserer Region existieren, ist die tats\u00e4chliche Entstehung der D\u00f6rfer &#8211; so etwas wie ein Gr\u00fcndungsdokument &#8211; nicht nachweisbar. Auch arch\u00e4ologische Funde geben dazu bisher keinen klaren Aufschluss. Die Siedlungen existierten aber nat\u00fcrlich schon lange, bevor es aufgrund von Schenkungen der Eink\u00fcnfte aus diesen D\u00f6rfern zu einer Beurkundung in erhaltenen Dokumenten kam.<\/p>\n\n\n\n<p>Aus sprachgeschichtlichen Untersuchungen des Ortsnamens leiten manche Autoren ab, dass die Siedlung Barmstedt sehr viel \u00e4lter sein muss als die Quellenbelege. Demnach k\u00e4men wir wie bei den \u2013ingen-Namen, also Hemdingen oder Hetlingen, auch f\u00fcr die Namen auf \u2013stedt auf eine Zeit vor der V\u00f6lkerwanderung, also bevor die Sachsen aus unserem Gebiet nach England abwanderten. Der Sprachhistoriker Wolfgang Laur vertritt die Auffassung, dass von allen diesen Orten im Kreis Pinneberg nur f\u00fcr Barmstedt eine Siedlungskontinuit\u00e4t spricht \u2013 also eine dauerhafte Ortschaft ohne Ver\u00f6dung zwischendurch. Bei den anderen kann auch einfach der Name \u00fcberliefert und dem sp\u00e4ter wieder entstandenen Ort zugeordnet worden sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Bedeutung des Namens Barmstedt wird erkl\u00e4rt mit barm f\u00fcr Anh\u00e4ufung, Erhebung oder auch Scho\u00df und -stedt f\u00fcr St\u00e4tte, Wohnsiedlung, Niederlassung.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn Laur Recht hat, dann geh\u00f6rt diese Siedlung zu den \u00e4ltesten im Kreis Pinneberg, die m\u00f6glicherweise schon Jahrhunderte vor ihrer ersten Nennung in einer Urkunde am Ufer der Kr\u00fcckau bestanden hat. Daf\u00fcr sprechen eben auch die Grabh\u00fcgel, die hier in gro\u00dfer Zahl bis ins 19. Jahrhundert existiert hatten. Aber dennoch muss man sagen, dass die Annahme einer kontinuierlichen Siedlung an diesem Ort noch sehr spekulativ ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Name Barmstedt taucht in schriftlichen Quellen zum ersten Mal im Jahre 1140 auf, als der Erzbischof von Bremen, Adalbero, best\u00e4tigt, dass die Eink\u00fcnfte aus diesem Kirchspiel und dem &#8222;Hof&#8220; mit denen vieler anderer in Holstein zusammen dem neugegr\u00fcndeten Domkapitel in Hamburg zuflie\u00dfen sollen. Elmshorn kommt ein Jahr sp\u00e4ter, n\u00e4mlich 1141, zum ersten Mal in einer Urkunde vor. Die Geschichte dieser D\u00f6rfer, das Kirchspiel Barmstedt (parochia Barmetstede), zu dem zu dieser Zeit auch Elmshorn geh\u00f6rte, und der Hof in Barmstedt waren also mit ihren Bewohnern schon vorher &#8211; also sp\u00e4testens im Hochmittelalter &#8211; in die allgemeinen politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Ver\u00e4nderungen der Zeit eingebunden gewesen, soweit sie S\u00fcdholstein betrafen. Diese Entwicklungen sollen hier \u00fcberblicksartig dargestellt werden, wobei nach M\u00f6glichkeit der Bezug zu unserer Region hergestellt wird.<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-pb-accordion-item c-accordion__item js-accordion-item no-js\" data-initially-open=\"false\" data-click-to-close=\"true\" data-auto-close=\"true\" data-scroll=\"false\" data-scroll-offset=\"0\"><h2 id=\"at-8741\" class=\"c-accordion__title js-accordion-controller\" role=\"button\">V\u00f6lkerwanderungen in Holstein<\/h2><div id=\"ac-8741\" class=\"c-accordion__content\">\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/VorFrueh_7_800px-Karte_voelkerwanderung.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-896\" width=\"458\" height=\"303\" srcset=\"https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/VorFrueh_7_800px-Karte_voelkerwanderung.jpg 800w, https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/VorFrueh_7_800px-Karte_voelkerwanderung-300x199.jpg 300w, https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/VorFrueh_7_800px-Karte_voelkerwanderung-768x509.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 458px) 100vw, 458px\" \/><figcaption>V\u00f6lkerwanderungen in der Sp\u00e4tantike<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Menschenleeres Holstein<\/strong> &#8211; Im 5. und 6. Jahrhundert war das Gebiet n\u00f6rdlich der Elbe offenbar weitgehend leer von menschlichen Bewohnern. Arch\u00e4ologische Funde im unterelbischen Gebiet und S\u00fcdj\u00fctland zu diesem Zeitabschnitt liegen kaum vor. Indiz sind auch die Urnen-Friedh\u00f6fe, die nur bis ins 5. und an nur wenigen Stellen noch im 6. Jahrhundert benutzt wurden, danach nicht mehr. (Degn, S.26). Auch pollenanalytische Untersuchungen haben belegt, dass es zu einem &#8222;eklatanten R\u00fcckgangs des Getreideanbaus&#8220; gekommen war und damit zur Ver\u00f6dung weiter Fl\u00e4chen fr\u00fcheren Ackerlandes. Die Ursache wird in Klimaverschlechterungen des 5. Jahrhunderts und in dessen Folge der Abwanderung der Sachsen und Angeln aus dem Unterelbegebiet und J\u00fctland nach England vermutet (Lange, S.40), wo gleichzeitig \u00e4hnliche Zivilisationsspuren auftreten, wie sie in Schleswig-Holstein jetzt zu Ende gehen. \u00dcber Leben und Vorstellungen der angels\u00e4chsischen Urbev\u00f6lkerung ist fast nichts bekannt, da Kaiser Ludwig der Fromme, der Sohn und Nachfolger Karls des Gro\u00dfen, nach der fr\u00e4nkischen Eroberung und Christianisierung Sachsens und Nordelbiens im 9. Jahrhundert deren Sagen und Lieder systematisch als heidnische \u00dcberlieferungen hatte vernichten lassen. (Degn, S28) M\u00f6glicherweise hatten einerseits also Klimaver\u00e4nderungen die Lebensbedingungen hier verschlechtert, andererseits waren in England durch die Gr\u00fcndung neuer angels\u00e4chsischer K\u00f6nigreiche attraktive Siedlungsr\u00e4ume erobert worden, die eine starke Anziehungskraft aus\u00fcbten (Degn, S.26), &#8222;pull and push&#8220;-Faktoren also, wie sie auch heute noch f\u00fcr Wanderungsbewegungen in vielen L\u00e4ndern der Erde verantwortlich sind.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/FrueHoch_2_CimbrischeHalbinselJordanus_Ausschnitt.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-909\" width=\"357\" height=\"290\" srcset=\"https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/FrueHoch_2_CimbrischeHalbinselJordanus_Ausschnitt.jpg 809w, https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/FrueHoch_2_CimbrischeHalbinselJordanus_Ausschnitt-300x244.jpg 300w, https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/FrueHoch_2_CimbrischeHalbinselJordanus_Ausschnitt-768x625.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 357px) 100vw, 357px\" \/><figcaption>S\u00e4chsische Gaue nach einer Karte des M. Jordanus von 1559<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Wanderbewegungen nach Klimaverbesserung<\/strong> &#8211; Im sp\u00e4ten 7. Jahrhundert kam es nach einem R\u00fcckgang des Meeresspiegels und wieder angestiegenen Temperaturen knapp \u00fcber den heutigen wieder zu einer Besiedelung. In das holsteinische Gebiet wanderten <strong>Sachsen<\/strong> von s\u00fcdlich der Elbe ein. Das schleswigsche Gebiet erhielt Zuzug von <strong>J\u00fcten<\/strong> aus dem Norden (Lange, S.40; Bohn, S.8).<\/p>\n\n\n\n<p>In das nordseenahe Gebiet des sp\u00e4teren Landesteils Schleswig wanderten die <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Nordfriesen\" data-type=\"URL\" data-id=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Nordfriesen\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Friesen<\/a> aus dem heutigen West- und Ostfriesland um 800 ein. Das Zielgebiet war damals noch wesentlich gr\u00f6\u00dfer, da die gro\u00dfen Sturmfluten von 1362 (2. Marcellusflut) und 1634 noch nicht gew\u00fctet hatten. Das heutige Watt zwischen den nordfriesischen Inseln war noch Teil der Uthlande, gro\u00dfe Inseln mit fruchtbarem Marschland (s. Karte rechts).<\/p>\n\n\n\n<p>Aus dem heutigen Mecklenburg kamen die <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Abodriten\" data-type=\"URL\" data-id=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Abodriten\" target=\"_blank\">Abodriten<\/a> (Schreibweise unterschiedlich: \u201eAbotriten\u201c, \u201eObotriten\u201c, \u201eObodriten\u201c), ein westslawischer (<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wenden\" data-type=\"URL\" data-id=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wenden\" target=\"_blank\">wendischer<\/a>) Stamm, der sich auf Ostholstein verteilte. Die <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wagrier\" data-type=\"URL\" data-id=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wagrier\" target=\"_blank\">Wagrier<\/a> lie\u00dfen sich im \u00f6stlichen H\u00fcgelland und an der Trave nieder, ihre zentrale Burg war Starigrad, das heutige Oldenburg, die wichtigsten Orte waren Pl\u00f6n und Liubice (Alt-L\u00fcbeck). Die <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Polaben\" data-type=\"URL\" data-id=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Polaben\" target=\"_blank\">Polaben<\/a> siedelten im Gebiet der heutigen Kreise Herzogtum Lauenburg, L\u00fcchow-Dannenberg, Nordwestmecklenburg. Ihre Hauptburg war Ratzeburg.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"348\" height=\"420\" src=\"https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/FrueHoch_3_UthlandeRungholt.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-910\" srcset=\"https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/FrueHoch_3_UthlandeRungholt.png 348w, https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/FrueHoch_3_UthlandeRungholt-249x300.png 249w\" sizes=\"auto, (max-width: 348px) 100vw, 348px\" \/><figcaption>Mutma\u00dfliches Nordfriesland vor der Marcellusflut von 1362<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Sachsen besiedeln Nordelbien<\/strong> &#8211; Die von S\u00fcden her zuwandernden <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sachsen_%28Volk%29\" data-type=\"URL\" data-id=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sachsen_%28Volk%29\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Sachsen<\/a> lie\u00dfen sich im heutigen mittel- und westholsteinischen Bereich bis in den Raum n\u00f6rdlich der Eider nieder und bildeten drei &#8222;nordalbingische&#8220; Gaue (\u201eGo\u201c) als politische Strukturen aus: Stormarn, Holstein und Dithmarschen, die sp\u00e4ter entsprechend den Ur-Kirchspielen geviertelt waren. Das Barmstedter Gebiet, das wie die \u00fcbrigen Landschaften noch stark bewaldet war, \u00fcber dessen damalige Besiedelung allerdings nichts bekannt ist, geh\u00f6rte m\u00f6glicherweise zum Kellinghusener Viertel. S\u00fcdlich der Kr\u00fcckau lag das stormarnische Rellinger Viertel. Das Barmstedter Gebiet &#8211; wie der gesamte Kr\u00fcckau-Verlauf &#8211; bildete im Laufe der n\u00e4chsten Jahrhunderte das Grenzgebiet des s\u00e4chsischen Gaus Stormarn gegen\u00fcber Holstein. Stormarn reichte n\u00f6rdlich der Elbe von der Alster bis zur St\u00f6r, teilweise wird auch die Kr\u00fcckau als Grenze markiert, und wurde im Norden von einem gro\u00dfen Waldgebiet, dem Kisdorfer Wohld begrenzt. Der holsteinische Gau wiederum wurde von der St\u00f6r im S\u00fcden, der Marsch im Westen und im Norden ebenfalls durch ein gro\u00dfes Waldgebiet begrenzt. Jenseits davon im Osten lag der sp\u00e4tere Gau Faldera und hinter einem weiteren gro\u00dfen Waldgebiet das Territorium der Abodriten\/Obotriten.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Unterschied zu den s\u00fcdelbischen Sachsengebieten gab es hier m\u00f6glicherweise zu dieser Zeit noch keine festgef\u00fcgte gesellschaftliche Spaltung in Adel (\u201eEdelinge\u201c) und Minderfreie (\u201eLaten\u201c). Es handelte sich um eine rein b\u00e4uerliche Bev\u00f6lkerung, die nach Degn eine urdemokratische Verfassung besa\u00df, denn an den regelm\u00e4\u00dfig stattfindenden Things (\u201eDings\u201c) konnten im Unterschied zu den Konventionen in den s\u00fcdelbischen Sachsengauen alle teilnehmen. Allerdings bestehen in der neueren Forschung erhebliche Zweifel an Degns Ansicht, v. a. an seinem Ausdruck &#8222;Verfassung&#8220;, der der neuzeitlichen politischen Denkweise entstammt. Es war &#8211; nach J. St\u00fcben &#8211; eine geschichtete, allerdings nicht starre Gesellschaft mit Auf- und Abstiegsm\u00f6glichkeiten. Die Feinstruktur ist in der Forschung stark umstritten, weil die Quellen \u00fcberwiegend aus schauenburgischer Zeit stammen. Eine Gesellschaft von Gleichen war es jedenfalls offenbar nicht, denn auf s\u00e4chsischen Friedh\u00f6fen hebt sich &#8222;eine Gruppe von K\u00f6rpergr\u00e4bern ab, die sich durch die Beigabe von Waffen, Reitzeug und auch Pferden auszeichnet. M\u00f6glicherweise wird mit diesen Kriegergr\u00e4bern eine s\u00e4chsische F\u00fchrungsschicht gefasst.&#8220; (Lange, S.42)<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-pb-accordion-item c-accordion__item js-accordion-item no-js\" data-initially-open=\"false\" data-click-to-close=\"true\" data-auto-close=\"true\" data-scroll=\"false\" data-scroll-offset=\"0\"><h2 id=\"at-8742\" class=\"c-accordion__title js-accordion-controller\" role=\"button\">Die nordelbischen Sachsengaue in der Karolingerzeit (700 \u2013 966)<\/h2><div id=\"ac-8742\" class=\"c-accordion__content\">\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/FrueHoch_4_Frankenreich_768-811-1024x863.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-911\" width=\"493\" height=\"414\" srcset=\"https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/FrueHoch_4_Frankenreich_768-811-1024x863.jpg 1024w, https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/FrueHoch_4_Frankenreich_768-811-300x253.jpg 300w, https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/FrueHoch_4_Frankenreich_768-811-768x647.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 493px) 100vw, 493px\" \/><figcaption>Die Eroberungen Karls des Gro\u00dfen<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Franken begr\u00fcnden christlich-r\u00f6misches Kaisertum.<\/strong> &#8211; Unter <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Karl_der_Gro%C3%9Fe\" data-type=\"URL\" data-id=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Karl_der_Gro%C3%9Fe\" target=\"_blank\">Karl dem Gro\u00dfen<\/a> hatten sich die Franken zur beherrschenden Macht in West- und Mitteleuropa aufgeschwungen und in mehreren Feldz\u00fcgen die Sachsen bis zur Elbe besiegt und zum Christentum bekehrt oder gezwungen. Karl hatte sich am Weihnachtsfest des Jahres 800 in Rom durch Papst Leo III. zum r\u00f6mischen Kaiser erheben lassen und damit seinem Herrschaftsanspruch eine religi\u00f6se Bedeutung gegeben. Das fr\u00e4nkische Reich verfolgte jetzt die Idee, die imperiale Herrschaftsordnung des antiken r\u00f6mischen Reiches mit der eines christlichen Abendlandes zu verbinden. Damit sollte eine Entsprechung zum ostr\u00f6mischen Reich geschaffen werden, das ungebrochen weiter existiert hatte und vom byzantinischen Kaiser regiert wurde. Karl stie\u00df damit jedoch im Sachsengebiet auf starken Widerspruch. Der Gegensatz zwischen fr\u00e4nkischem K\u00f6nigtum und s\u00e4chsischer Gemeinfreiheit sowie zwischen (fr\u00e4nkischem) Christentum und s\u00e4chsischem G\u00f6tterglauben war ein beherrschendes Thema der Zeit. Christliche Mission, ausge\u00fcbt von Bisch\u00f6fen und M\u00f6nchen, und fr\u00e4nkische Herrschaft, durchgesetzt mit milit\u00e4rischen Mitteln, waren aus dieser Sicht kein Gegensatz, sondern eine notwendige Strategie zur Konsolidierung des christlichen Abendlandes.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/FrueHoch_5_Bogenschuetzen_Reiter-2.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-912\" width=\"349\" height=\"282\" srcset=\"https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/FrueHoch_5_Bogenschuetzen_Reiter-2.jpg 530w, https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/FrueHoch_5_Bogenschuetzen_Reiter-2-300x242.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 349px) 100vw, 349px\" \/><figcaption>Karolingische Panzerreiter<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Frankenreich unterwirft Nordelbien mit Hilfe der Abodriten<\/strong> &#8211; Die fr\u00e4nkische Eroberung der s\u00e4chsischen Gebiete war erst in mehreren Feldz\u00fcgen erreicht worden, bei denen fr\u00e4nkische Siege durch immer wieder neue Aufst\u00e4nde und den hartn\u00e4ckigen Widerstand der Sachsen infrage gestellt wurden. Der s\u00e4chsische Herzog Widukind war zweimal zu den D\u00e4nen gefl\u00fcchtet, ergab sich schlie\u00dflich jedoch und lie\u00df sich taufen.<br>Fr\u00fchmittelalterliche Bewaffnung: Spatha, Sax, Franziska, Spangenhelm, Lanzenspitze und Schildbuckel, Germanisches Nationalmuseum, N\u00fcrnberg<br>F\u00fcr den fr\u00e4nkischen K\u00f6nig Karl war damit auch das nordelbische Gebiet unterworfen, so dass er Sendboten dorthin schickte, die hier Herrschaftsrechte wie die Rechtsprechung aus\u00fcben sollten. Nach der Chronik des <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Vita_Karoli_Magni\" data-type=\"URL\" data-id=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Vita_Karoli_Magni\" target=\"_blank\">Einhart<\/a> wurden einige von ihnen im Jahre 798 jedoch von den Nordelbiern gleich get\u00f6tet und andere gefangen genommen, um sie auszutauschen. Karl &#8222;<em>ergriff die Waffen gegen die eidbr\u00fcchigen Emp\u00f6rer und verw\u00fcstete, um die Ermordung seiner Sendboten zu r\u00e4chen, alles s\u00e4chsische Land zwischen Elbe und Weser mit Feuer und Schwert. Die Transelbier aber, \u00fcberm\u00fctig, weil sie die k\u00f6niglichen Gesandten ungestraft get\u00f6tet hatten, zogen nun gegen die Abodriten zu Felde; diese standen n\u00e4mlich immer auf Seiten der Franken, seitdem sie von ihnen als Bundesgenossen aufgenommen worden waren. Ihr Herzog Thrasko zog den anr\u00fcckenden transelbischen Sachsen mit all seinen Truppen entgegen und brachte ihnen auf dem Sventana-Feld (bei Bornh\u00f6ved) eine schwere Niederlage bei. Denn gleich beim ersten Zusammentreffen fielen 4000 von ihnen [\u2026] Sie wurden also in die Flucht geschlagen und kehrten mit gro\u00dfen Verlusten nach Hause zur\u00fcck.<\/em>&#8220; (Einhart, wiedergegeben bei Degn, S. 32) 802 lie\u00dfen die Franken nach der gleichen Quelle durch ein s\u00e4chsisches Heer das transelbische Sachsengebiet verw\u00fcsten und im Jahr 804 die gesamte s\u00e4chsische Bev\u00f6lkerung n\u00f6rdlich und s\u00fcdlich der Elbe ins Frankenreich verschleppen und ihre Felder verw\u00fcsten. Das nordelbische Gebiet \u00fcberlie\u00df Karl den Abodriten. Die D\u00e4nen lie\u00dfen allerdings die fr\u00e4nkisch-slawische Expansion nach Norden nicht widerstandslos geschehen und griffen die Abodriten an, siegten 808 und machten diese zinspflichtig. Karl lie\u00df im Jahr 808 jedoch seinen Sohn einen weiteren Feldzug gegen die D\u00e4nen f\u00fchren, der zur Vertreibung und R\u00fcckeroberung des abodritischen Gebiets f\u00fchrte. Im Verlauf des d\u00e4nischen R\u00fcckzugs allerdings lie\u00df K\u00f6nig Godafred (Godfred\/G\u00f6ttrik) den Handelsplatz Reric in der N\u00e4he des heutigen Wismar verw\u00fcsten, f\u00fchrte die dortigen Kaufleute mit sich fort und siedelte sie in <strong>Haithabu<\/strong> (Hedeby) an der Schlei an.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/FrueHoch_6_FrankenWaffen.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-913\" width=\"474\" height=\"356\" srcset=\"https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/FrueHoch_6_FrankenWaffen.jpg 800w, https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/FrueHoch_6_FrankenWaffen-300x225.jpg 300w, https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/FrueHoch_6_FrankenWaffen-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 474px) 100vw, 474px\" \/><figcaption>Fr\u00fchmittelalterliche Bewaffnung: Spatha, Sax, Franziska, Spangenhelm, Lanzenspitze und Schildbuckel, Germanisches Nationalmuseum, N\u00fcrnberg<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Zwischen d\u00e4nischen und fr\u00e4nkischen Gesandten kam es daraufhin im Jahre 809 zu einer <strong>Zusammenkunft in Badenfliot (Beidenfleth) an der St\u00f6r<\/strong>, die aber ohne Einigung endete. Karl lie\u00df zur Sicherung seines Herrschaftsanspruchs \u00fcber das nordelbische Gebiet an der St\u00f6r beim heutigen Itzehoe den Grafen Egbert eine Burg errichten, die <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Esesfelth\" data-type=\"URL\" data-id=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Esesfelth\" target=\"_blank\">Burg Esesfelth<\/a>, neben der das sp\u00e4tere Itzehoe entstehen sollte, um dort &#8222;den Platz in Besitz zu nehmen&#8220;. Sie erhielt eine fr\u00e4nkische Besatzung, um den Herrschaftsanspruch Karls auch \u00fcber das nordelbische Gebiet zu beweisen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der D\u00e4nenk\u00f6nig Godafred (G\u00f6ttrik) lie\u00df seinerseits zur Verteidigung das <strong>Danewerk<\/strong> westlich der Schlei &#8211; an der schmalsten Stelle der j\u00fctischen Halbinsel &#8211; bauen. Godafreds Nachfolger Hemming schloss 811 mit Karl dem Gro\u00dfen Frieden, wodurch die <strong>Eider-Trave-Linie<\/strong> als Grenze zwischen beiden Reichen festgelegt wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>Schon 810 wurde ebenfalls durch Vertrag der <strong>Limes Saxoniae<\/strong> als nordelbische Grenze gegen\u00fcber den Abodriten in Ostholstein festgelegt. Diese Linie war dicht bewaldet und nur durch einige Ringw\u00e4lle als Burgen befestigt, \u00fcbrigens von beiden Seiten. Sowohl die Abodriten als auch die Sachsen sicherten sich durch solche &#8211; wohl als Fluchtburgen angelegte &#8211; Befestigungen vor Angriffen von der anderen Seite. Das Gebiet westlich davon bis zu den Grenzw\u00e4ldern zu den Gauen Holstein und Stormarn wurde jetzt zum Gau Faldera.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/FrueHoch_7_Burg_Esesfelth.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-914\" width=\"604\" height=\"395\" srcset=\"https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/FrueHoch_7_Burg_Esesfelth.jpg 1007w, https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/FrueHoch_7_Burg_Esesfelth-300x197.jpg 300w, https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/FrueHoch_7_Burg_Esesfelth-768x503.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 604px) 100vw, 604px\" \/><figcaption>Burg Esesfelth von 810<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/FrueHoch_8_320px-Erzbischof_Ansgar_01_KMJ.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-915\" width=\"165\" height=\"309\" srcset=\"https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/FrueHoch_8_320px-Erzbischof_Ansgar_01_KMJ.jpg 320w, https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/FrueHoch_8_320px-Erzbischof_Ansgar_01_KMJ-160x300.jpg 160w\" sizes=\"auto, (max-width: 165px) 100vw, 165px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Gr\u00fcndung Hamburgs<\/strong> &#8211; An der durch Inseln und Flussarme stark gegliederten M\u00fcndung der Alster in die Elbe wurde gleich nach dem Tode Karls im Jahr 814, auf Befehl seines Sohnes Kaiser Ludwigs des Frommen, wohl auf dem Gel\u00e4nde einer ehemals s\u00e4chsischen, dann abodritischen Siedlung die Palisadenfestung <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hammaburg\" data-type=\"URL\" data-id=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hammaburg\" target=\"_blank\">Hammaburg<\/a> errichtet, um die herum eine Siedlung bestand. Zur derzeitigen arch\u00e4ologischen Forschungslage hat \u00fcbrigens das Arch\u00e4ologische Museum Hamburg unter dem Namen &#8222;<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.google.com\/culturalinstitute\/exhibit\/BwJiXp4sddeVIg?projectId=art-project&amp;hl=de&amp;position=0%3A0\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/www.google.com\/culturalinstitute\/exhibit\/BwJiXp4sddeVIg?projectId=art-project&amp;hl=de&amp;position=0%3A0\" target=\"_blank\">Mythos Hammaburg<\/a>&#8220; einen digitalen Rundgang durch die Sonderausstellung von 2014\/15 mit Hilfe von Google erm\u00f6glicht. Neben der Burg errichtete der Missionar und Benediktinerm\u00f6nch Ansgar eine erste Kirche. Sie sollte Ausgangsort der Missionierung des Nordens werden, die Ansgar durch seine Reisen nach D\u00e4nemark und Schweden im kaiserlichen Auftrag durchf\u00fchrte. Die Burg wurde Sitz des fr\u00e4nkischen Befehlshabers Graf Bernhard. Kaiser Ludwig der Fromme gr\u00fcndete 831 das <strong>Bistum Hamburg<\/strong>, das durch Papst Gregor IV. zum Erzbistum erhoben und mit dem zum Bischof geweihten <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ansgar_%28Erzbischof_von_Hamburg-Bremen%29\" data-type=\"URL\" data-id=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ansgar_%28Erzbischof_von_Hamburg-Bremen%29\" target=\"_blank\">Ansgar<\/a> besetzt wurde. Der Historiker Ulrich Lange schreibt: &#8222;Um 810 war hier die erste Kirche in Nordelbingen errichtet worden. Neben der wirklichen \u00dcberzeugungsarbeit der christlichen Priester und M\u00f6nche gingen &#8222;nominelle Christianisierung, Unterdr\u00fcckung heidnischer Kulte und Herrschaftssicherung [\u2026] Hand in Hand. Vor diesem Hintergrund betrieb Ebo von Reims den Aufbau einer Kirchspielorganisation in den Gauen Holsteins.&#8220; (Lange, S.47) Durch die Verleihung des Titels Erzbischof weitete sich in der Folgezeit der p\u00e4pstliche Auftrag Ansgars auf Abodriten und das gesamte Gebiet Skandinaviens aus. Er reiste zu diesem Zweck mehrere Male durch D\u00e4nemark und Schweden. In Haithabu, Ripen und Birka wurden unter Ansgar Kirchen gebaut und Gemeinden gegr\u00fcndet. Die Hammaburg wurde jedoch schon 845 von <a href=\"https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/?page_id=923\" data-type=\"page\" data-id=\"923\">Wikingern<\/a>\/Nordm\u00e4nnern ausgepl\u00fcndert und niedergebrannt. Ansgar fl\u00fcchtete nach Bremen, wo er das dortige Bistum erhielt. Dieses wurde im folgenden Jahr mit dem Bistum Hamburg vereinigt. Die Handelssiedlung, der Wik, blieb im Unterschied zur Hammaburg in dieser Zeit erhalten und breitete sich aus.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/FrueHoch_9_800px-Kaaks_Kaaksburg_April-2010_SL273781.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-916\" width=\"226\" height=\"170\" srcset=\"https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/FrueHoch_9_800px-Kaaks_Kaaksburg_April-2010_SL273781.jpg 800w, https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/FrueHoch_9_800px-Kaaks_Kaaksburg_April-2010_SL273781-300x225.jpg 300w, https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/FrueHoch_9_800px-Kaaks_Kaaksburg_April-2010_SL273781-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 226px) 100vw, 226px\" \/><figcaption>Reste der Kaaksburg heute<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Die erste Tauf- und Missionskirche f\u00fcr den Holstengau entstand in P\u00f6schendorf, dem heutigen Schenefeld (Kreis Steinburg)<\/strong>. Sie unterstand zun\u00e4chst dem Verdener Sprengel. Innerhalb der Holsten-Stormarn-Gaue, in den heutigen Kreisen Segeberg, Pinneberg, Steinburg und Neum\u00fcnster, sind aus dieser Zeit <strong>Burganlagen<\/strong> in Form von Ringw\u00e4llen v. a. in der St\u00f6rniederung bekannt, neben <strong>Esesfelth<\/strong> z. B. die <strong>Kaaksburg<\/strong> beim heutigen Schenefeld, etwa 9 km n\u00f6rdlich von Itzehoe. Es war eine s\u00e4chsische Ringwallburg, die den Mittelpunkt des Holstengaus darstellte. Auch heute noch sind Wall und Tor gut sichtbar. M\u00f6glicherweise gab es aber auch an der Kr\u00fcckau bereits Burgen. (D\u00e4hn, S.394).<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<p>Auf der Insel Java wurde zu dieser Zeit das bedeutendste Bauwerk des Mahayana-Buddhismus, die &#8222;Pyramide&#8220; von Borobudur gebaut. Es gilt bis heute als die gr\u00f6\u00dfte buddhistische Tempelanlage der Welt. Von ca. 750 bis 850 n.Chr. entstand diese Stupa und verschwand wahrscheinlich um ca. 1000 unter einem vulkanischen Ascheregen, bis sie 1814 wiederentdeckt wurde. Der Buddhismus war schon in 5. Jahrhundert vor Christus in Indien entstanden und hatte im 1. Jahrtausend nach Christus immer st\u00e4rkeren Einfluss auf Sumatra und Java gewonnen, bis er ab dem 15. Jahrhundert vom Islam verdr\u00e4ngt wurde. Im heutigen Indonesien haben sich nur auf Bali und Lombok bis heute buddhistische und hinduistische Kulturen erhalten.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"403\" src=\"https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/FrueHoch_10_Borobudur-Nothwest-view-1024x403.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-917\" srcset=\"https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/FrueHoch_10_Borobudur-Nothwest-view-1024x403.jpg 1024w, https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/FrueHoch_10_Borobudur-Nothwest-view-300x118.jpg 300w, https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/FrueHoch_10_Borobudur-Nothwest-view-768x302.jpg 768w, https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/FrueHoch_10_Borobudur-Nothwest-view-1536x604.jpg 1536w, https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/FrueHoch_10_Borobudur-Nothwest-view.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Borobudur<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<p><strong>Karolinger und Ottonen regieren bis 1024.<\/strong> &#8211; 843 wurde das Karolingerreich geteilt. Ostfranken, zu dem Nordelbien geh\u00f6rte, wurde bis 911 von Karolingern regiert: 843-876 Ludwig II. (der Deutsche), Karlmann bis 880, Ludwig III. (der J\u00fcngere) bis 880\/82, Karl III. (der Dicke), Arnulf von K\u00e4rnten bis 899, Ludwig IV. (das Kind) bis 911. Als nachfolgende Dynastie regierten mit der Thronbesteigung Heinrichs I.die Liudolfinger\/Ottonen ab 919 das ostfr\u00e4nkisch-deutsche Reich (bis 1024). Au\u00dfenpolitisch wichtig waren v. a. die Kriege gegen die Magyaren, die 933 besiegt wurden und die Unterwerfung der Elbslawen und B\u00f6hmen. 936 wurde Otto I. K\u00f6nig. Nach der Schlacht gegen die Magyaren auf dem Lechfeld 955 waren die Ungarn endg\u00fcltig besiegt. Otto lie\u00df sich 962 zum Kaiser kr\u00f6nen und erneuerte so das r\u00f6mische Kaisertum von Karl dem Gro\u00dfen und best\u00e4tigte die Pippinsche Schenkung, wodurch der Kirchenstaat und der Papst als weltliche Macht ihre Legitimation erhielten. Die Nachfolger waren: Otto II. 973-983, Otto III. 983-1002, Heinrich II. ab 1002 K\u00f6nig, ab 1014 Kaiser, er starb ohne Erben 1024.<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-pb-accordion-item c-accordion__item js-accordion-item no-js\" data-initially-open=\"false\" data-click-to-close=\"true\" data-auto-close=\"true\" data-scroll=\"false\" data-scroll-offset=\"0\"><h2 id=\"at-8743\" class=\"c-accordion__title js-accordion-controller\" role=\"button\">Billunger, Bisch\u00f6fe und Abodritenkriege in den Gauen Stormarn und Holstein (966 \u2013 1100)<\/h2><div id=\"ac-8743\" class=\"c-accordion__content\">\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/FrueHoch_11_Hermann_Billung.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-918\" width=\"270\" height=\"336\" srcset=\"https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/FrueHoch_11_Hermann_Billung.jpg 321w, https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/FrueHoch_11_Hermann_Billung-241x300.jpg 241w\" sizes=\"auto, (max-width: 270px) 100vw, 270px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Billunger, Bisch\u00f6fe, D\u00e4nen und die Abodriten<\/strong> &#8211; 953 ernannte K\u00f6nig Otto I., der gleichzeitig Herzog von Sachsen war, <strong>Hermann Billung<\/strong> als Markgrafen zu seinem st\u00e4ndigen Vertreter in Nordelbien, ab 964 wurde er zum s\u00e4chsischen Herzog erhoben. (Bohn, S. 17) Bedeutsam wurde er bis heute u. a. durch die <strong>Gr\u00fcndung von L\u00fcneburg<\/strong>. Da Hermann das Amt auf seine Nachkommen vererben konnte, herrschten von jetzt an neben den Erzbisch\u00f6fen von Bremen und Hamburg, die seit 945 aus Sicherheitsgr\u00fcnden in Bremen sa\u00dfen, auch die Billunger als Herz\u00f6ge und Markgrafen \u00fcber den Gau Stormarn und dessen Hauptort Hamburg. Dieser wurde mehrfach zerst\u00f6rt, 913 und 983 durch \u00dcberf\u00e4lle der Abodriten. Im Norden war mit <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Haithabu\" data-type=\"URL\" data-id=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Haithabu\" target=\"_blank\">Haithabu<\/a> ein wichtiges \u00f6konomisches, politisches und kulturelles Zentrum entstanden, ein Knotenpunkt f\u00fcr den Nord-S\u00fcd-Handel \u00fcber die alte Heerstra\u00dfe auf dem Geestr\u00fccken und den Ost-West-Handel mit dem nahen Hafen Hollingstedt an der Treene \u00fcber die Eider bis in die Nordsee. Fernhandelskaufleute aus England, von der Rheinm\u00fcndung, aber auch arabische Sklavenh\u00e4ndler und Wikinger aus dem Norden, die hier ihre Beute verkauften, besuchten diese einzige Stadt n\u00f6rdlich der Elbe h\u00e4ufig. Von Hamburg aus wurde hier ein (Suffragan-)Bistum errichtet, nachdem der d\u00e4nische K\u00f6nig Harald I. Blauzahn zum christlichen Glauben \u00fcbergetreten war. Sein Sohn Svend I. Gabelbart vertrieb jedoch den Bischof und lie\u00df Raubz\u00fcge in die s\u00e4chsischen Gebiete zu. Erst sein Sohn Knud II. (1018-1035), der zum Herrscher eines die Nordsee umspannenden d\u00e4nischen Gro\u00dfreiches wurde, f\u00f6rderte die Kirche wieder und lie\u00df neben dem Bischofssitz, Schenkungen und Privilegien auch erstmals die Gr\u00fcndung von Benediktinerkl\u00f6stern zu, die f\u00fcr die Ausbreitung der katholisch-abendl\u00e4ndischen Kultur in Skandinavien von entscheidender Bedeutung wurden. (Bohn, S.12) Haithabu allerdings wurde in dieser Zeit mehrfach verw\u00fcstet und nach dem letzten \u00dcberfall durch heidnische Abodriten im Jahre 1066 nicht wieder aufgebaut. Stattdessen wurden die Funktionen auf das gegen\u00fcber am Schleiufer neu entstandene <strong>Schleswig<\/strong> \u00fcbertragen, welches in dem folgenden Jahrhundert, bis zur Entstehung L\u00fcbecks, die Handelsmacht Haithabus \u00fcbernehmen konnte.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die Entwicklung in Hamburg<\/strong> &#8211; Nachdem sich auch in Stormarn \u00fcber l\u00e4ngere Zeit wieder friedliche Verh\u00e4ltnisse eingestellt hatten, wurde 1013\/1030 das <strong>Hamburger Domkapitel<\/strong> gegr\u00fcndet, wobei Erzbischof Unwan (1013-1029) zun\u00e4chst in der bisch\u00f6flichen Altstadt f\u00fcr den Wiederaufbau sorgte und einen h\u00f6lzernen Dom erbauen lie\u00df. Sein Nachfolger Benzelin Alebrand (1035-1043) lie\u00df einerseits f\u00fcr sich ein steinernes Haus, den <strong>Bischofsturm<\/strong>, und 1037 dann einen Dom aus Quadersteinen erbauen. Der Dom befand sich im Bereich der ehemaligen Hammaburg, ebenfalls eine Domschule und die Wohnung des Erzbischofs. Die Domherren residierten am Speersort. Das Domkapitel war v. a. zust\u00e4ndig f\u00fcr die Verwaltung der Dom-Immunit\u00e4t. Wichtig wurde auch der nachfolgende Erzbischof Adalbert (1043-1072), der als Freund der Kaiser Heinrich III. und Heinrich IV. und Papstanw\u00e4rter sich f\u00fcr das Erzbistum Bremen entschied und dort eine gro\u00dfe Machtf\u00fclle aufbaute. (Klessmann, S.33)<\/p>\n\n\n\n<p>Im 11. Jahrhundert kam es zu einer zunehmenden Rivalit\u00e4t der geistlichen und weltlichen Herren in Hamburg. Ebenso wie die Bisch\u00f6fe lie\u00dfen sich die Billunger Grafen in ihrer <strong>Neustadt<\/strong> steinerne H\u00e4user bauen, die <strong>Alsterburg<\/strong> und die <strong>Neue Burg<\/strong>. Gerade gegen\u00fcber den Abodriten dr\u00fcckte sich die unterschiedliche Politik aus. W\u00e4hrend die Billunger mit hohen Tributforderungen und Unterdr\u00fcckungsma\u00dfnahmen gegen die Abodriten auftraten, bem\u00fchten sich die Erzbisch\u00f6fe um deren Christianisierung und ein gutes Verh\u00e4ltnis. Die Abodriten r\u00e4chten sich 1066 und 1072 (Kruko) gegen\u00fcber den Ma\u00dfnahmen der Billunger durch Verw\u00fcstung der Stadt, die damals noch recht klein war: im Norden die noch nicht gestaute Alster mit breitem Sumpfufer, im S\u00fcden der Gr\u00f6ningerstra\u00dfenfleet (heute Ost-West-Stra\u00dfe) und im Osten der neu erbaute Heidenwall (heute Rosenstra\u00dfe &#8211; Gerhart-Hauptmann-Platz &#8211; Schopenstehl), eine dicke Befestigung aus Palisaden und Erde. Der Erzbischofssitz wurde endg\u00fcltig 1223 nach Bremen verlegt, nachdem 1216 Alt- und Neustadt von Hamburg unter gr\u00e4flicher Oberherrschaft verbunden worden waren.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Herrschaftsgliederung in Nordelbien <\/strong>&#8211; Das Gebiet der Stormarn (Sturmaren), Holsten (Holceten) und Dithmarscher (Tedmarsgoer) war noch unter Karl dem Gro\u00dfen kurzfristig unter slawische Herrschaft geraten und hatte Deportationen hinnehmen m\u00fcssen. 802 war die Lex Saxonum an die Stelle alter volksrechtlicher \u00dcberlieferungen getreten. Bereits vorher waren harte Strafma\u00dfnahmen gegen heidnische Kulthandlungen verh\u00e4ngt worden. Die fr\u00e4nkische Grafenverfassung orientierte sich allerdings weiterhin an der Gaugliederung der s\u00e4chsischen Siedlungsr\u00e4ume. (Lange, S.42) Die Verfassungsverh\u00e4ltnisse sind nur sp\u00e4rlich aus Quellen zu erschlie\u00dfen, zeigen jedoch eine weitgehende Kontinuit\u00e4t in den traditionellen politischen Rechten, was sich z. B. darin ausdr\u00fcckte, dass die Gaue weiterhin vom Go-Ding, die Viertel von den Lot-Dingen aller freien M\u00e4nner selbstverwaltet wurden und sich in Thingversammlungen zu Kriegszeiten und f\u00fcr gaurichterliche Funktionen aus ihrer Mitte Overboden bzw. Boden (in den Vierteln) w\u00e4hlten, die dann dem Heeresaufgebot der Billunger gegen die Abodriten oder D\u00e4nen folgen mussten. Es entstand so eine \u201eVolksadelsschicht\u201c, die \u201esich durch Ansehen und Aufgaben, vielleicht auch durch Erblichkeit und gr\u00f6\u00dferen Besitz von den \u00fcbrigen \u201eFreien\u201c abhob. (Degn, S.43) M\u00f6glicherweise ist dieses die Entstehungsbedingung f\u00fcr die dem niederen Adel angeh\u00f6renden sp\u00e4teren Ritter von Barmstede, die 1141 zum ersten Mal erw\u00e4hnt werden. \u00dcber diesen standen bis 1106 die Billunger Grafen aus dem s\u00e4chsischen Adel als Beamte und Stellvertreter des K\u00f6nigs. &#8222;Ihnen oblag die h\u00f6here Gerichtsbarkeit, der Schutz der Kirche, das Aufgebotsrecht und die milit\u00e4rische F\u00fchrung. Die Aufgebote wurden aus der Masse der freien Bauern kleineren und mittleren Besitzstands gestellt.&#8220; (Lange, S.43)<\/p>\n\n\n\n<p>siehe <a href=\"https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/?page_id=926\" data-type=\"page\" data-id=\"926\">Sachsenkriege, Investiturstreit und Erster Kreuzzug<\/a><\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-pb-accordion-item c-accordion__item js-accordion-item no-js\" data-initially-open=\"false\" data-click-to-close=\"true\" data-auto-close=\"true\" data-scroll=\"false\" data-scroll-offset=\"0\"><h2 id=\"at-8744\" class=\"c-accordion__title js-accordion-controller\" role=\"button\">Kriege und Siedlungspolitik unter Heinrich von Badwide und Adolf II. von Schauenburg (1111 \u2013 1141)<\/h2><div id=\"ac-8744\" class=\"c-accordion__content\">\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/FrueHoch_13_SchauenburgerWappenB-Weber.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-920\" width=\"288\" height=\"354\" srcset=\"https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/FrueHoch_13_SchauenburgerWappenB-Weber.jpg 450w, https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/FrueHoch_13_SchauenburgerWappenB-Weber-244x300.jpg 244w\" sizes=\"auto, (max-width: 288px) 100vw, 288px\" \/><figcaption>Das Nesselblatt-Wappen der Schauenburger<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>1106 war der letzte m\u00e4nnliche Billunger gestorben. Sein Nachfolger als s\u00e4chsischer Herzog wurde <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Lothar_III._%28HRR%29\" data-type=\"URL\" data-id=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Lothar_III._%28HRR%29\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Lothar von S\u00fcpplingenburg<\/a>, dessen politisches Zentrum Braunschweig wurde. Er wurde zum Anf\u00fchrer der antikaiserlichen Opposition und konnte sich durch erfolgreiche Heerz\u00fcge zum alleinigen Herrscher Sachsens aufschwingen. 1110 f\u00fchrte er einen Feldzug gegen die Abodriten und setzte nach seinem Sieg den d\u00e4nischen Jarl Knud von Schleswig zu deren K\u00f6nig ein. Knud lie\u00df daraufhin eine Burg auf dem Kalkberg bauen.<\/p>\n\n\n\n<p>Um im Norden des Reichs eine Verteidigung gegen D\u00e4nen und Abodriten zu sichern, vergab Lothar 1111 die <strong>Grafschaften Holstein und Stormarn<\/strong> als Lehen an den Grafen Adolf I. von Schauenburg, der damit zum Gr\u00fcnder einer <strong>Dynastie<\/strong> \u00fcber 350 Jahre wurde. Adolf baute die <strong>Alsterburg in Hamburg<\/strong> jetzt verst\u00e4rkt aus. Die Stammburg seiner Familie, die Schauenburg, stand an der Weser bei Rinteln. Als n\u00f6rdliches Grenzgebiet des Reiches fielen Verteidigungsaufgaben gegen die Wenden (Abodriten) in Ostholstein und die D\u00e4nen an. Die Elbmarschen und Dithmarschen geh\u00f6rten dabei nicht zum Schauenburger Gebiet, sondern zur Grafschaft der beiden Elbgestade, deren Lehnshoheit beim Erzbistum Bremen lag und (bis 1144) von den Grafen von Stade verwaltet wurden.<\/p>\n\n\n\n<p>Deutsch-gelb.jpg Nach dem Tod Heinrich V. wurde der Sachsenherzog 1125 als Lothar III. zum K\u00f6nig gew\u00e4hlt und 1133, als er sich nach der Wahl eines Gegenpapstes (Schisma) f\u00fcr Innozenz entschied, von diesem zum Kaiser gekr\u00f6nt.<\/p>\n\n\n\n<p>1126 begann <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"http:\/\/www.geschichte-s-h.de\/vonabisz\/vicelin.htm\" data-type=\"URL\" data-id=\"http:\/\/www.geschichte-s-h.de\/vonabisz\/vicelin.htm\" target=\"_blank\">Vicelin<\/a> unter <strong>Erzbischof Adalbero<\/strong> mit seiner Missionst\u00e4tigkeit unter den Abodriten im Raum L\u00fcbecks. 1127 gr\u00fcndete er ein Kloster im Grenzgebiet zwischen Holsaten und Slawen und nannte es <strong>Novum monasterium, <\/strong>aus dem der heutige Name Neum\u00fcnster hergeleitet ist. Dieses Kloster lag am S\u00fcdrand des heutigen Stadtkerns von Neum\u00fcnster.<\/p>\n\n\n\n<p>Adolf zerst\u00f6rte in seinem letzten Lebensjahr 1130 die Burg des Jarl Knud auf dem \u00fcber 100 m hohen Kalkberg, da er sie als Bedrohung empfand. Aber bereits 1134 entschied Kaiser Lothar das Gegenteil. Er lie\u00df \u2013 nach Helmold von Bosau &#8211; \u201edas ganze Volk der Nordelbier\u201c die Siegesburg (Segeberg) bauen, um von da aus die Slawen\/Wenden zu unterwerfen und zu missionieren. Der von Lothar als Bischof ausersehene Vicelin lie\u00df am Fu\u00df des Berges eine Kirche und ein Chorherren-Stift bauen, das aber kurz darauf von wendischen Angreifern zerst\u00f6rt wurde, woraufhin Vicelin nach Neum\u00fcnster fl\u00fcchtete.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"800\" height=\"580\" src=\"https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/FrueHoch_14_Bad_Segeberg_Braun_und_Hogenberg.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-921\" srcset=\"https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/FrueHoch_14_Bad_Segeberg_Braun_und_Hogenberg.jpg 800w, https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/FrueHoch_14_Bad_Segeberg_Braun_und_Hogenberg-300x218.jpg 300w, https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/FrueHoch_14_Bad_Segeberg_Braun_und_Hogenberg-768x557.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><figcaption>Die Siegesburg auf dem Kalkberg nach einem Stich von 1588<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Adolf II. erbte 1130 die Grafschaften Holstein und Stormarn und betrieb hier eine starke Siedlungspolitik. Es wird vermutet, dass in dieser Zeit auch das Kirchspiel Barmstedt mit seinen D\u00f6rfern als neuer Verwaltungsbezirk entstand. In dem jeweiligen Zentrum hatte der gr\u00e4fliche Beamte seinen Sitz.<\/p>\n\n\n\n<p>1138 verlor Adolf II. allerdings seine Grafschaft wieder, als Konrad III., ein Staufer, zum r\u00f6misch-deutschen K\u00f6nig gew\u00e4hlt wurde. Der gestorbene Lothar III. hatte Heinrich den Stolzen als Herzog von Sachsen ausgew\u00e4hlt. Konrad III. zwang diesen nun wegen seiner sonst \u00fcberm\u00e4chtig werdenden Stellung zum Verzicht auf eines seiner beiden Herzogt\u00fcmer Bayern oder Sachsen. Nachdem dieser sich aber weigerte, wurde er auf einem Hoftag ge\u00e4chtet und verlor beide Herzogt\u00fcmer. Sachsen erhielt Albrecht der B\u00e4r, der wiederum seinen Gefolgsmann <strong>Heinrich von Badewide mit der Grafschaft Stormarn und Holstein belehnte<\/strong>. Adolf II., der Lehnsmann Heinrichs des Stolzen, ging leer aus.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Eroberung Wagriens 1138\/39<\/strong>. Sofort f\u00fchrte der neue Graf in Wagrien einen Krieg gegen die aufst\u00e4ndischen Wenden. Damit sollte die kurz zuvor erfolgte Zerst\u00f6rung der Siegesburg und des Faldera-Gaus durch die Slawen\/Wenden ger\u00e4cht werden. Sicherlich sind damals auch die Barmstedter Ritter inclusive Gefolge mitgezogen, denn nach Helmold von Bosau zog der Sachsenherzog \u201emit einem Heer von Holsten und Stormarnern [\u2026] winters ins Slawenland ein und verheerte es; nur die Burgen widerstanden.\u201c (Degn, S.48) In den folgenden Jahren wurden alle Burgen eingenommen und das ganze Land verw\u00fcstet. <strong>Nach diesem Sieg war das Gebiet vollst\u00e4ndig s\u00e4chsisch beherrscht. Der Limes Saxoniae und die <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Slawischer_Burgwall\" data-type=\"URL\" data-id=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Slawischer_Burgwall\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">slawischen Wallburgen<\/a> verloren damit ihre Bedeutung<\/strong>. Eine Liste der im Fr\u00fchmittelalter angelegten Burgen in Schleswig-Holstein &#8211; ohne die bisher nachgewiesenen Anlagen im Barmstedter Raum &#8211; ist <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Liste_fr%C3%BChmittelalterlicher_Burganlagen_in_Hamburg_und_Schleswig-Holstein\" data-type=\"URL\" data-id=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Liste_fr%C3%BChmittelalterlicher_Burganlagen_in_Hamburg_und_Schleswig-Holstein\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">hier<\/a> zu finden.<\/p>\n\n\n\n<p>Heinrich der Stolze konnte kurz darauf seine Machtposition als Herzog in Sachsen \u2013 gegen den Askanier Albrecht den B\u00e4ren \u2013 zur\u00fcckgewinnen und f\u00fcr seinen 12-j\u00e4hrigen Sohn <strong>Heinrich den L\u00f6wen<\/strong> 1142 sichern. Er setzte gleich darauf wieder den Schauenburger Adolf II. als Graf in Nordelbien ein. Heinrich von Badwide lie\u00df aus Wut deshalb die Segeberger Burg und die Feste Hamburg zerst\u00f6ren. Der Streit wurde schlie\u00dflich so geschlichtet, dass Heinrich von Badwide Ratzeburg und Polabien, Adolf II. die Grafschaft Holstein-Stormarn jetzt inclusive Segeberg und Wagrien erhielt. Er ging jetzt, nachdem die alte slawische Bev\u00f6lkerung weitgehend get\u00f6tet, vertrieben oder abgewandert war, an die planm\u00e4\u00dfige Wiederbesiedelung des wendischen Gebiets durch Werbung in Holstein, Stormarn, Flandern, Holland, Utrecht, Westfalen und Friesland, woraufhin \u2013 nach Helmold \u2013 eine zahllose Menge nach Wagrien aufbrach.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Holsten erhielten Wohnsitze westlich von Segeberg, an der Trave und in weiteren Gebieten. Adolf II. betrachtete das eroberte und ihm zugesprochene Land als Kolonialland, in dem er eine echte Lehnsherrschaft besser errichten konnte als in Holstein und Stormarn, wo noch die alte Gauverfassung und der s\u00e4chsische Volksadel einer feudalen Herrschaftsordnung Schranken setzten. Die verbliebene slawische Bev\u00f6lkerung wurde in den K\u00e4tner- oder Insten-Stand herabgesetzt. Sie hatten keine Teilhabe am s\u00e4chsischen Recht. Graf und Kirche schufen mit der Einf\u00fchrung der Grundherrschaft dar\u00fcber hinaus feudale Rechtsverh\u00e4ltnisse, was sp\u00e4ter auf Stormarn und Holstein zur\u00fcckwirkte. Denn Adolf setzte auch Angeh\u00f6rige des holsteinischen und stormarnischen Volksadels als Vasallen ein, die von hier aus die grundherrschaftlichen Muster in ihre Stammlande \u00fcbertrugen. So bildeten sich eine gr\u00e4fliche Lehnsmannschaft und dazu eine enge Verflechtung des h\u00f6heren Klerus mit den Schauenburgern aus. (Bohn, S. 20)<\/p>\n\n\n\n<p>Die Neubesiedelung des riesigen Gebietes wurde sehr planm\u00e4\u00dfig angegangen. D\u00f6rfer, Stra\u00dfen, Br\u00fccken, Entw\u00e4sserung, Stauwehre, Wasserm\u00fchlen wurden von den Siedlern angelegt und in Lehnsrecht von Turmh\u00fcgelburgen aus, meist durch Ritter als Lehnsmannen des Grafen, verwaltet. (vgl. Degn, S. 52) Eine solche rekonstruierte Burg in <a href=\"https:\/\/www.turmhuegelburg.de\/\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/www.turmhuegelburg.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">L\u00fctjenburg<\/a> kann man heute besichtigen.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<p>Zu dieser Zeit d\u00fcrfte das <strong>Kirchdorf Barmstedt<\/strong> um die St. Margarethenkirche herum bereits bestanden haben. Es bildete das Zentrum des Ur-Kirchspiels Barmstedt (parochia Barmetstede), zu dem der nordwestliche Teil des Gaus Stormarn geh\u00f6rte. Es wurde im Westen von der Marsch, im Norden von der St\u00f6r-\/Bramauniederung begrenzt. Horst wurde jedoch sehr fr\u00fch ein eigenes Kirchspiel und 1234 dem Kloster Uetersen als Patrimonialgut zugesprochen. Seitdem war das Ur-Kirchspiel eine zusammenh\u00e4ngende Verwaltungseinheit, die bis heute fast unver\u00e4ndert zusammengeh\u00f6rte und jetzt den n\u00f6rdlichen Teil des Kreises Pinneberg bildet. Elmshorn, die D\u00f6rfer des heutigen Amtes Rantzau, Raa-Besenbek und m\u00f6glicherweise weitere Gebiete s\u00fcdlich bis Uetersen geh\u00f6rten damit zum Urkirchspiel Barmstedt. Den Zehnten, die mittelalterliche &#8222;Kirchensteuer&#8220;, hatten die Bauern an das Erzbistum Hamburg-Bremen abzuliefern. \u00dcber weitere lehnsrechtliche Verpflichtungen liegen keine Quellen vor. Allerdings geh\u00f6rte zum Dorf auch ein dem Erzbistum geh\u00f6render Hof Barmstedt (curtis in Barmitste). Die Erzbisch\u00f6fe hatten neben ihrer geistlichen Herrschaft \u00fcber weite Gebiete s\u00fcdlich der Elbe und \u00fcber Holstein auch die Territorialherrschaft \u00fcber die Elbmarschen und Dithmarschen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Anlage einer Wasserburg an der Stelle der heutigen Schlossinseln in der Kr\u00fcckau und m\u00f6glicherweise weiterer Burgen, z.B. bei Langeln und Uetersen, k\u00f6nnen in dieser Zeit erfolgt sein, es gibt jedoch keine Quellen hierzu, nur arch\u00e4ologische Befunde. Unklar ist bis heute, ob die Inseln und der M\u00fchlenstau k\u00fcnstlich angelegt wurden oder nat\u00fcrlichen Ursprungs sind. Die hier vorliegende nat\u00fcrliche Barre lie\u00df sich jedenfalls leicht f\u00fcr eine Verteidigungsanlage nutzen, indem durch ihre Erh\u00f6hung eine \u00dcberschwemmung der sumpfigen Wiesen um die Inseln herum erreicht werden konnte. F\u00fcr eine k\u00fcnstliche Anlage spricht, dass in Hamburg 1189 ein Damm durch die Alster gebaut wurde, um mit dem gestauten Wasser eine Kornm\u00fchle anzutreiben.<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-pb-accordion-item c-accordion__item js-accordion-item no-js\" data-initially-open=\"false\" data-click-to-close=\"true\" data-auto-close=\"true\" data-scroll=\"false\" data-scroll-offset=\"0\"><h2 id=\"at-8745\" class=\"c-accordion__title js-accordion-controller\" role=\"button\">Literatur<\/h2><div id=\"ac-8745\" class=\"c-accordion__content\">\n<p>D\u00e4hn, Arthur: Ringw\u00e4lle und Turmh\u00fcgel. Mittelalterliche Burgen in Schleswig-Holstein, Husum 2001<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>D\u00e4hn, Arthur: Ringw\u00e4lle und Turmh\u00fcgel. Mittelalterliche Burgen in Schleswig-Holstein, Husum 2001<\/li><li>Degn, Christian: Schleswig-Holstein &#8211; eine Landesgeschichte. Historischer Atlas, Neum\u00fcnster 1994<\/li><li>Bohn, Robert: Geschichte Schleswig-Holsteins, M\u00fcnchen 2006<\/li><li>Klessmann, Eckart: Geschichte der Stadt Hamburg, Hamburg 1981<\/li><li>Lange, Ulrich (Hg.): Geschichte Schleswig-Holsteins: von den Anf\u00e4ngen bis zur Gegenwart, Neum\u00fcnster 2003<\/li><li>Laur, Wolfgang: Die Ortsnamen im Kreise Pinneberg. Kieler Beitr\u00e4ge zur deutschen Sprachgeschichte, Neum\u00fcnster 1978<\/li><li>Lorenzen-Schmidt, Klaus-Joachim \/ Pelc, Ortwin (Hrsg.): Schleswig-Holstein Lexikon, Neum\u00fcnster 2000<\/li><li>Seebach, Carl-Heinrich: 800 Jahre Burgen, Schl\u00f6sser und Herrenh\u00e4user in Schleswig-Holstein, Neum\u00fcnster 1985<\/li><li>St\u00fcben, Joachim: Anmerkungen zu &#8222;Barmstedt-Geschichte Heft 1&#8220;, unver\u00f6ffentlicht<\/li><li>Theilig, Bernhard: Der Anfang Barmstedts. (Urkunde Adalberos\u2026), in: Jahrbuch f\u00fcr den Kreis Pinneberg 1980<\/li><li>Theilig, Bernhard: Die Heiligen-Geist-Kirche in Barmstedt und ihre Geschichte, in: Jahrbuch f\u00fcr den Kreis Pinneberg 1980<\/li><li>Theilig, Bernhard: Die 7 Epochen in der Geschichte unserer engeren Heimat, in: Jahrbuch f\u00fcr den Kreis Pinneberg 1999<\/li><li>Theilig, Bernhard: Die Geschichte der Schlo\u00dfinsel Rantzau zu Barmstedt, in: Jahrbuch f\u00fcr den Kreis Pinneberg 1987<\/li><li>Freytag, Erwin: Schriften des Vereins f\u00fcr schleswig-holsteinischen Kirchengeschichte 2.\/17.Band 1859\/60<\/li><\/ul>\n<\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":853,"menu_order":2,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"class_list":["post-874","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/874","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=874"}],"version-history":[{"count":12,"href":"https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/874\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1077,"href":"https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/874\/revisions\/1077"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/853"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=874"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}