{"id":872,"date":"2021-09-24T14:44:23","date_gmt":"2021-09-24T14:44:23","guid":{"rendered":"https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/?page_id=872"},"modified":"2022-02-08T19:20:42","modified_gmt":"2022-02-08T19:20:42","slug":"die-ritter-von-barmstede-und-das-hochmittelalter","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/?page_id=872","title":{"rendered":"Die Ritter von Barmstede und das Hochmittelalter"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-pb-accordion-item c-accordion__item js-accordion-item no-js is-open\" data-initially-open=\"true\" data-click-to-close=\"true\" data-auto-close=\"true\" data-scroll=\"false\" data-scroll-offset=\"0\"><h2 id=\"at-8720\" class=\"c-accordion__title js-accordion-controller\" role=\"button\">Barmstedt als &#8222;Gutshof&#8220; und &#8222;Kirchspiel&#8220; in der Urkunde des Erzbischofs Adalbero (1140)<\/h2><div id=\"ac-8720\" class=\"c-accordion__content\">\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/RiVBarm_1_1140Orte-979x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-939\" width=\"417\" height=\"434\"\/><figcaption>Urkundlich erw\u00e4hnte Orte, deren Einnahmen dem Domkapitel Hamburg ab 1140 zuflie\u00dfen sollten<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Barmstedts erste Erw\u00e4hnung f\u00e4llt zusammen mit der Eroberung des heutigen Ostholsteins durch s\u00e4chsische Ritterheere, die nicht nur die dortige slawische Herrschaft der Abodriten, bestehend aus F\u00fcrstent\u00fcmern der Wagrier und Polaben, beendete, sondern auch dazu f\u00fchrte, dass die hier bisher einheimische Bev\u00f6lkerung teils get\u00f6tet, teils vertrieben, teils v\u00f6llig entrechtet wurde. Gleich nach dem Krieg setzte die Kolonisierung dieses jetzt fast menschenleeren Gebietes ein, was dem neuen Grafen, Adolf II. von Schauenburg, einen gro\u00dfen Machtzuwachs bescherte, s\u00e4chsischen Rittern neue Grundherrschaften verschaffte, dar\u00fcber hinaus gro\u00dfe Migrationssch\u00fcbe aus Holstein, Stormarn, Flandern, Holland, Utrecht, Westfalen und Friesland in Richtung Ostseek\u00fcste erzeugte, da \u00fcberall Bauern und Handwerker f\u00fcr diese Kolonisierung geworben wurden.<\/p>\n\n\n\n<p>Neben dem Zuwachs an weltlicher Macht f\u00fcr den Grafen und die Ritter wurde jetzt auch die kirchliche Verwaltung in Nordelbien neu aufgebaut. Da die Gefahr der Angriffe durch die Abodriten gebannt war, stellte der zust\u00e4ndige Erzbischof <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Adalbero_von_Bremen\" data-type=\"URL\" data-id=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Adalbero_von_Bremen\" target=\"_blank\">Adalbero<\/a> (Adalbert II.), Erzbischof von Bremen von 1123 bis 1148, in den Jahren 1130-40 das Hamburger Domkapitel wieder her. Dadurch kam es zur ersten schriftlichen Beurkundung der Existenz Barmstedts, die bis heute erhalten ist. Es ist eine Urkunde von Erzbischof Hartwig, entweder dem direkten Nachfolger Adalberos, der von 1148 bis 1168 dieses Amt bekleidete, oder dem zweiten Erzbischof dieses Namens (1204-1207), in der er dessen Privilegerteilung an die Hamburgische Kirche best\u00e4tigt und in dessen Urkunde die des Adalbero abschriftlich enthalten ist. Leider enthalten weder Hartwigs Original noch die Abschrift von Adalbero ein Datum, so dass die Datierung 1140 auf Vermutungen beruht. Zur neueren Forschung siehe auch den Aufsatz von <a href=\"http:\/\/agora.sub.uni-hamburg.de\/subhh\/cntmng;jsessionid=080C479AC07F969F609B13E13BFC0954.jvm1?type=pdf&amp;did=c1:8429\" data-type=\"URL\" data-id=\"http:\/\/agora.sub.uni-hamburg.de\/subhh\/cntmng;jsessionid=080C479AC07F969F609B13E13BFC0954.jvm1?type=pdf&amp;did=c1:8429\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">J\u00fcrgen Reetz<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"738\" src=\"https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/RiVBarm_2_Urkunde1140-1024x738.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-940\" srcset=\"https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/RiVBarm_2_Urkunde1140-1024x738.jpg 1024w, https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/RiVBarm_2_Urkunde1140-300x216.jpg 300w, https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/RiVBarm_2_Urkunde1140-768x553.jpg 768w, https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/RiVBarm_2_Urkunde1140-1536x1106.jpg 1536w, https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/RiVBarm_2_Urkunde1140.jpg 1902w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Urkunde des Erzbischofs Hartwig mit Kopie der Schenkungsurkunde des Adalbero, ins Deutsche \u00fcbersetzt und mit einer Zuordnung zu heutigen Ortsnamen: Urkunde des Adalbero<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Die Hamburger erhielten dadurch vom Bremischen Erzbistum verschiedene Pfr\u00fcnde, also Einnahmen und Rechte in Stormarner, Holsteiner und Dithmarscher Kirchspielen zugesichert. U. a. wurden die drei Hamburg am n\u00e4chsten gelegenen Gutsh\u00f6fe der Kirche \u00fcbereignet: \u201eder Hof (curtis) in Eppenthorp, der Hof in Reinlage (Rellingen) und der Hof in Barmitste mit allem Zubeh\u00f6r, \u00c4ckern, Leibeigenen, Wiesen, freien Pl\u00e4tzen, W\u00e4ldern, Weiden, Gew\u00e4ssern, M\u00fchlen, Zehnten und allen anderen Nutzungen, die sich als Steuern ihrer Pr\u00e4benden eignen \u2026 und den ganzen Zehnten &#8222;von den beiden Parochien (Kirchspielen) Ethelingstede (Tellingstedt) und Barmetstede \u00fcbereignet.\u201c Da sich im Hochmittelalter die Geldwirtschaft noch nicht durchgesetzt hatte, war dieses System der Pr\u00e4benda bzw. Pfr\u00fcnde die einzige M\u00f6glichkeit, \u00c4mter mit einem Einkommen zu versehen. Kirche und Adel konnten meist nur aus diesen Rechten ihren Reichtum beziehen. Das Hamburger Domkapitel erhielt seine Abgaben entsprechend auch meist nicht in Geld, sondern in Sachleistungen wie Getreide, Mehl, Vieh oder Holz, das dann durch Beauftragte zu festgesetzten Terminen eingezogen wurde.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/RiVBarm_3_SiegelAdalbero.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-941\" width=\"244\" height=\"318\" srcset=\"https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/RiVBarm_3_SiegelAdalbero.jpeg 768w, https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/RiVBarm_3_SiegelAdalbero-230x300.jpeg 230w\" sizes=\"auto, (max-width: 244px) 100vw, 244px\" \/><figcaption>Siegel des Adalbero<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Barmstedt wird hier mit den Begrifflichkeiten curtis (Hof) und parochie (Kirchspiel] erw\u00e4hnt. Curtis bezeichnet im mittelalterlichen Latein einen befestigten Wirtschaftshof, Gutshof oder Fronhof, auch Gerichtshof. Zu einem Hof geh\u00f6rte eine Siedlung f\u00fcr seine zum Frondienst verpflichteten Bauern (Bauleute) sowie Wirtschaftsgeb\u00e4ude. Gem\u00e4\u00df der damaligen Betrachtungsweise wurden die Dienstleistungen der Bauern wie andere Besitzt\u00fcmer betrachtet und einfach \u00fcbereignet, zusammen mit Grundst\u00fccken, M\u00fchlen, Fl\u00fcssen und Steuern.<\/p>\n\n\n\n<p>Ob der Hof sich in der N\u00e4he der Kirche oder &#8211; was n\u00e4her liegt &#8211; bei der wahrscheinlich auf den Kr\u00fcckauinseln gelegenen &#8211; in den Quellen aus dieser Zeit aber nicht erw\u00e4hnten &#8211; Burg gelegen hat, ist nicht klar. (Genaueres bei: Theilig 1980) Man kann aber sicherlich davon ausgehen, dass mit den erw\u00e4hnten M\u00fchlen zwei Wasserm\u00fchlen an der Kr\u00fcckau gemeint sind, einmal die heute noch existierende <a href=\"https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/?p=816\" data-type=\"post\" data-id=\"816\">Wasserm\u00fchle<\/a> unterhalb Barmstedts am heutigen Standort bei den Kr\u00fcckauinseln und die im 19. Jahrhundert aufgegebene vor dem Dorf Elmshorn. Der Stau, der zur Anlage der Wasserburg bei Barmstedt wichtig war, war ebenso eine der entscheidenden Voraussetzungen f\u00fcr den Betrieb einer Wasserm\u00fchle.<\/p>\n\n\n\n<p>Herkunft des Namens Barmitste &#8211; Barmetstede &#8211; de Barmizstide &#8211; de Barmstide &#8211; Barmetstede &#8211; de Barmestide &#8211; Barmstedt: Alt- und mittelhochdeutsch bedeutete &#8222;barm&#8220; Scho\u00df und &#8222;stedt&#8220; St\u00e4tte, also sichere, durch Wald, Wasser oder Sumpf gesch\u00fctzte Siedlungsst\u00e4tte, eventuell auch Wohnst\u00e4tte bei einer Anh\u00e4ufung oder Erhebung. Der Bestandteil &#8222;-stedt&#8220; ist bei s\u00e4chsischen Siedlungen h\u00e4ufig und bedeutete Wohnst\u00e4tte. Es muss hier allerdings auch darauf hingewiesen wird, dass von verschiedenen Autoren spekuliert wurde, dass die Ritter von Barmstede diesen Namen aus dem Bremischen mitbrachten und dem Hof damit erst den Namen gaben.<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-pb-accordion-item c-accordion__item js-accordion-item no-js\" data-initially-open=\"false\" data-click-to-close=\"true\" data-auto-close=\"true\" data-scroll=\"false\" data-scroll-offset=\"0\" id=\"Margarethenkirche\"><h2 id=\"at-8721\" class=\"c-accordion__title js-accordion-controller\" role=\"button\">Die St. Margarethenkirche in Barmstedt<\/h2><div id=\"ac-8721\" class=\"c-accordion__content\">\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/RiVBarm_4_KircheGrundrissRekonstruktion-bearb-1024x977.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-942\" width=\"390\" height=\"372\" srcset=\"https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/RiVBarm_4_KircheGrundrissRekonstruktion-bearb-1024x977.jpg 1024w, https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/RiVBarm_4_KircheGrundrissRekonstruktion-bearb-300x286.jpg 300w, https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/RiVBarm_4_KircheGrundrissRekonstruktion-bearb-768x733.jpg 768w, https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/RiVBarm_4_KircheGrundrissRekonstruktion-bearb.jpg 1392w\" sizes=\"auto, (max-width: 390px) 100vw, 390px\" \/><figcaption>Die romanische Kirche hier innerhalb des Grundrisses der neuen Kirche von 1718 nach Grabungsbefund von 1968. Nicht eingezeichnet sind hier die Gruften aus dem 18. Jahrhundert.<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Aus dem mit &#8222;Barmetstede&#8220; verbundenen Begriff parochie, zu deutsch Kirchspiel (kerspel) l\u00e4sst sich ableiten, dass zum Hof Barmitste sowohl eine Siedlung als auch eine Kirche geh\u00f6rten. Deren Standort l\u00e4sst sich zweifelsfrei kl\u00e4ren, da Ausgrabungen im Jahre 1968 die Grundmauern der alten romanischen St. Margarethen-Kirche zu Tage f\u00f6rderten. Barmstedt geh\u00f6rt damit zu den \u00e4ltesten Kirchspielen Stormarns und Holsteins. Da die Besiedelung zur damaligen Zeit noch sehr d\u00fcnn war &#8211; nur ein kleiner Teil der Fl\u00e4che wurde schon landwirtschaftlich genutzt &#8211; waren diese Ur-Kirchspiele fl\u00e4chenm\u00e4\u00dfig noch sehr ausgedehnt. Die Barmstedter Kirche hatte nur 130 qm Grundfl\u00e4che (heute 420 qm), obwohl sie \u00fcber viele Jahrhunderte der Mittelpunkt einer sehr gro\u00dfen Gemeinde gewesen war. Zum Urkirchspiel Barmstedt geh\u00f6rten damals z. B. auch Elmshorn, das erst Mitte des 14. Jahrhunderts abgetrennt wurde, und H\u00f6rnerkirchen, das 1752 eigenst\u00e4ndig wurde. Es gibt von der alten Kirche keine Abbildung. Die einzige bildliche Darstellung findet sich im rechts wiedergegebenen Ausschnitt aus der Landkarte von Daniel Frese von 1588 im Schloss B\u00fcckeburg, der Residenz der zu dieser Zeit hier regierenden Grafen von Schauenburg. Sie stellt allerdings ziemlich sicher nur eine Schemazeichnung dar und gibt neben dem &#8222;Haus Barmstedt&#8220; auf den Inseln in der Kr\u00fcckau und dem zugeh\u00f6rigen Kirchdorf alle Besitzungen des Grafen in seiner Grafschaft Pinneberg prachtvoll wieder. Nach Grabungsbefund k\u00f6nnte die Barmstedter Kirche allerdings den sogenannten Vicelin-Kirchen in Ost-Holstein \u00e4hnlich gewesen sein, nur kleiner.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/RiVBarm_5_Frese-Kirche.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-943\" width=\"247\" height=\"227\" srcset=\"https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/RiVBarm_5_Frese-Kirche.jpg 479w, https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/RiVBarm_5_Frese-Kirche-300x276.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 247px) 100vw, 247px\" \/><figcaption>St.Margaretenkirche und Dorf Barmstedt nach Daniel Frese von 1588<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Wann die erste Kirche in Barmstedt erbaut wurde, bleibt ungewiss. Die Behauptung, dass sie schon 936 existierte, wurde u.a. von Bolten (1791), Rauert (1830) und Holst (1935) aufgestellt. Sie ist aber weder durch Urkunden, verl\u00e4ssliche Quellen noch durch arch\u00e4ologische Hinweise gest\u00fctzt und beruht auf Vermutungen und m\u00fcndlichen \u00dcberlieferungen ungewisser Herkunft. Bubbe verweist darauf, dass &#8211; auch wenn schon im 10. Jahrhundert eine Kirchengr\u00fcndung stattgefunden haben sollte &#8211; sie die kriegerischen Zeiten des 10. und 11. Jahrhunderts kaum \u00fcberstanden haben d\u00fcrfte. (Bubbe, S.20)<\/p>\n\n\n\n<p>Sicher ist die Existenz einer Barmstedter Kirche erst f\u00fcr 1140 durch die obige Urkunde belegt. Als 1968 die jetzige Heiligen-Geist-Kirche zu ihrem 250-j\u00e4hrigen Jubil\u00e4um grundlegend renoviert werden sollte, wurde u. a. auch der Fu\u00dfboden entfernt. Dabei konnten durch Grabungen des Arch\u00e4ologischen Denkmalsamtes die Grundmauern der alten St. Margarethenkirche freigelegt werden. Es handelte sich demnach um eine typisch romanische Kirche mit Gemeindeteil, dem &#8222;Schiff&#8220;, und Altarraum, dem &#8222;Chor&#8220;, verbunden durch einen Chorbogen. Das Schiff ma\u00df 6,40 x 13,70 m, der Chor 5,30 x 8 m. Die Breite des Schiffs entsprach dem Zwischenraum zwischen der heutigen Nord- und S\u00fcdempore, deren Pfosten auf den Grundmauern stehen. Der Chor reichte vom heutigen Quergang bis zum Kanzelaufgang. Urspr\u00fcnglich endete der Chor in einer halbrunden Apsis (Zeichnung A), die dann sp\u00e4ter durch eine gerade Ostmauer ersetzt worden ist (Zeichnung B). Der \u00e4lteste Fu\u00dfboden, der zur Apsis geh\u00f6rte, lag einen Meter tiefer als der zweite und war mit Kopfsteinen gepflastert. Die Mauern waren im Gipsgussverfahren errichtet. Der Grundriss entspricht fast der Bosauer (Dom-)Kirche, die 1151 auf Anregung von Bischof Vicelin erbaut wurde und etwa um 1200 ihren heutigen Grundriss erhalten hat. Diese Bischofskirche hatte damals noch einen runden Turm, war allerdings gr\u00f6\u00dfer als die Barmstedter Kirche. Auch die Bosauer Mauern waren im Gipsgussverfahren hergestellt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die alte St. Margarethenkirche wurde nach einem Brand im Kaiserlichen Krieg 1627 zerst\u00f6rt und nur notd\u00fcrftig wieder aufgebaut. In ihr gab es bis 1682 keine Orgel.<\/p>\n\n\n\n<p>In den letzten Jahren der Freien Reichsgrafschaft Rantzau, im Jahr 1717, wurde die alte Kirche abgerissen und durch die heutige Heiligen-Geist-Kirche ersetzt. In diesen Neubau sind Turm und Westmauer der alten St. Margarethenkirche einbezogen worden, der Turm wurde inzwischen allerdings mehrere Male \u00fcberarbeitet bzw. ummantelt.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/?p=1001\" data-type=\"post\" data-id=\"1001\">Ausf\u00fchrliche Darstellung zur Geschichte der Kirche von Bernhard Theilig<\/a><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/RiVBarm_6_Bosau.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-944\" width=\"676\" height=\"507\" srcset=\"https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/RiVBarm_6_Bosau.jpeg 1024w, https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/RiVBarm_6_Bosau-300x225.jpeg 300w, https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/RiVBarm_6_Bosau-768x576.jpeg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 676px) 100vw, 676px\" \/><figcaption>Kirche in Bosau am Pl\u00f6ner See<\/figcaption><\/figure><\/div>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-pb-accordion-item c-accordion__item js-accordion-item no-js\" data-initially-open=\"false\" data-click-to-close=\"true\" data-auto-close=\"true\" data-scroll=\"false\" data-scroll-offset=\"0\"><h2 id=\"at-8722\" class=\"c-accordion__title js-accordion-controller\" role=\"button\">Kriegsz\u00fcge und Herrschaftspolitik zur Zeit Barbarossas und Heinrich des L\u00f6wen im Norden<\/h2><div id=\"ac-8722\" class=\"c-accordion__content\">\n<p>Burg Segeberg: Nach der Eroberung und zur Konsolidierung seiner Herrschaft in Wagrien lie\u00df Adolf II. die Siegesburg auf dem Kalkberg 1142 wieder aufbauen. Sie war urspr\u00fcnglich vom d\u00e4nischen Herzog Knud Laward gegr\u00fcndet worden, dann vom ersten Schauenburger, Adolf I., zerst\u00f6rt und unter Kaiser Lothar 1134 als strategische Position gegen die Wenden wiederaufgebaut worden, dann aber abgebrannt. Eine weitere und in der Folge sehr viel wichtigere Gr\u00fcndung war 1143 Burg und Stadt L\u00fcbeke, die bald wegen ihrer Lage in Ostseen\u00e4he und der Eroberung, Christianisierung und Befriedung Wagriens und Polabiens sehr erfolgreich Kaufleute anzog. 100 Jahre sp\u00e4ter wurde sie dann zum Ausgangspunkt der Ostwanderung deutscher Kaufleute in das Ostseegebiet.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"624\" height=\"302\" src=\"https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/RiVBarm_7_SegebergSchnittKalkberg.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-945\" srcset=\"https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/RiVBarm_7_SegebergSchnittKalkberg.jpg 624w, https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/RiVBarm_7_SegebergSchnittKalkberg-300x145.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 624px) 100vw, 624px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/RiVBarm_8_366px-Friedrich_I._Barbarossa.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-946\" width=\"138\" height=\"227\" srcset=\"https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/RiVBarm_8_366px-Friedrich_I._Barbarossa.jpg 366w, https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/RiVBarm_8_366px-Friedrich_I._Barbarossa-183x300.jpg 183w\" sizes=\"auto, (max-width: 138px) 100vw, 138px\" \/><figcaption>Portraitb\u00fcste Kaiser Friedrich I., genannt Barbarossa<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/RiVBarm_9_Heinrich615px-Braunschweiger_Loewe_Original_Brunswick_Lion.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-947\" width=\"228\" height=\"222\" srcset=\"https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/RiVBarm_9_Heinrich615px-Braunschweiger_Loewe_Original_Brunswick_Lion.jpg 615w, https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/RiVBarm_9_Heinrich615px-Braunschweiger_Loewe_Original_Brunswick_Lion-300x293.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 228px) 100vw, 228px\" \/><figcaption>Braunschweiger L\u00f6we &#8211; das Symbol Heinrichs<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Die \u00c4ra Heinrichs des L\u00f6wen und Barbarossas<\/strong> &#8211; Der neue, noch sehr junge, aber schon m\u00e4chtige Herzog von Sachsen, <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Heinrich_der_L%C3%B6we\" data-type=\"URL\" data-id=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Heinrich_der_L%C3%B6we\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Heinrich<\/a>, der 1152 auch die Wahl seines Cousins <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Friedrich_I._%28HRR%29\" data-type=\"URL\" data-id=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Friedrich_I._%28HRR%29\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Friedrich (Barbarossa)<\/a> zum deutschen K\u00f6nig und Kaiser unterst\u00fctzte und von ihm daf\u00fcr 1156 mit Bayern belehnt wurde, f\u00f6rderte mit Hilfe des Missionars Vizelin die Christianisierung im eigenen nordelbischen Gebiet und die planm\u00e4\u00dfige Entwicklung seiner eigenen Gebiete. L\u00fcbeck bedrohte dabei seine handelspolitischen Ziele im Ostsee-Nordsee-Handel, die er mit seiner eigenen Stadt Bardowick verfolgte. Deshalb bem\u00fchte er sich bald darum, Adolf II. das gerade gegr\u00fcndete L\u00fcbeck zu entrei\u00dfen. U. a. bestand seine \u201e\u00dcberzeugungspolitik\u201c darin, L\u00fcbeck die Marktrechte zu entziehen und die lukrativen Salzquellen in Oldesloe, die in Konkurrenz zu seinem L\u00fcneburg standen, zu verstopfen. 1159 h\u00e4ndigte ihm Adolf II. L\u00fcbeck aus. Gotl\u00e4ndische und andere nordeurop\u00e4ische Kaufleute erhielten jetzt Handelsprivilegien und der Bischofssitz f\u00fcr Wagrien wurde schon 1160 von Oldenburg dorthin verlegt. Auf \u00e4hnliche Art gr\u00fcndete er in Bayern 1157 die Stadt M\u00fcnchen. Er hatte auch vorher schon mit derartigen Methoden erreicht, dass die Stader Grafschaftsrechte, u.a. an den Elbmarschen und Dithmarschen, nach der Ermordung des letzten Stader Grafen an ihn fielen und nicht an das Bremer Erzbistum, wie vom erbberechtigten Bruder gew\u00fcnscht. Er hatte daf\u00fcr, w\u00e4hrend noch das Schiedsgericht dar\u00fcber tagte, den Erzbischof Adalbero gefangen genommen, bis der auf die Grafschaft verzichtete. Heinrich berief sich auf ein neues Verst\u00e4ndnis der Rechte eines Herzogs, wonach beim Tod des letzten Lehnsnehmers in einer Erbfolge das Lehen an den Lehnsherrn, in diesem Falle an ihn, den Herzog, zur\u00fcckfalle.<\/p>\n\n\n\n<p>Von 1147 bis 1149 fand der <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Zweiter_Kreuzzug\" data-type=\"URL\" data-id=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Zweiter_Kreuzzug\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Zweite Kreuzzug<\/a> gegen die nach wie vor bestehende islamische Herrschaft im vorderasiatischen Raum statt. Zwar war nach dem ersten Kreuzzug und der Errichtung christlicher K\u00f6nigreiche der Handel mit den begehrten Gew\u00fcrzen und Handelswaren aus Asien im Mittelmeerraum jetzt unter die Kontrolle der Seest\u00e4dte Venedig und Genua gekommen, die Bedrohung dieser Staaten durch muslimische F\u00fcrsten bestand aber weiterhin. Unter F\u00fchrung von Kaiser Konrad III. und K\u00f6nig Ludwig VII. von Frankreich scheiterte dieser Kriegszug aber schon in Kleinasien an den \u00fcberlegenen Seldschuken.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<p><a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wendenkreuzzug\" data-type=\"URL\" data-id=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wendenkreuzzug\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Wendenkreuzzug<\/a>: Der mit \u00e4hnlicher religi\u00f6ser Begr\u00fcndung 1147 &#8211; also gleichzeitig &#8211; gef\u00fchrte n\u00e4chste Eroberungskrieg gegen die Slawen, diesmal gegen die Elbslawen (Wenden) zwischen Elbe, Trave und Oder im heutigen Mecklenburg, verlief f\u00fcr die christlichen Heere dagegen erfolgreich. An ihm nahmen s\u00e4chsische, d\u00e4nische und polnische Heere unter der F\u00fchrung u. a. von Heinrich dem L\u00f6wen, seinem unterlegenen Rivalen um das Herzogtum Sachsen, Albrecht dem B\u00e4ren (auch Eroberer der Mark Brandenburg), Graf Adolf II. und Erzbischof Adalbero von Bremen und Hamburg teil. Der Aufruf zu diesem Feldzug \u2013 den der Zisterzienser-Abt und Mystiker Bernhard von Clairvaux verfasst hatte \u2013 enthielt ideelle und religi\u00f6se Gr\u00fcnden, hatte seine Ursachen aber wohl v. a. in einem gesteigerten Siedlungsbed\u00fcrfnis wegen zunehmender Bev\u00f6lkerungszahl, \u201eLandnahme\u201c-Chancen \u2013 also der Aussicht auf Reichtum und Herrschaftsausdehnung sowie in bisherigen Misserfolgen bei der nachhaltigen Christianisierung der Wenden.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit Adolf II. mussten auch die holsteinischen und stormarnischen Gefolgsleute \u2013 wohl auch aus Barmstedt \u2013 ziehen. Der Graf spielte jedoch eine widerspr\u00fcchliche Rolle. Denn er hatte wegen seiner Siedlungen im wendischen Gebiet ein B\u00fcndnis mit dem mecklenburgischen Abodritenf\u00fcrsten Niklot geschlossen, musste aber als Lehnsmann mit Heinrich ziehen. Niklot blieben die Angriffsvorbereitungen nicht verborgen und er machte einen Pr\u00e4ventivangriff gegen L\u00fcbeck und die umliegenden s\u00e4chsischen Siedlungen, was dem Kreuzzugsaufruf neue Nahrung gab. Der Feldzug konnte jetzt gegen das gesamte Wendengebiet beginnen, die unterlegenen Slawen beriefen sich in der Hoffnung auf Verschonung dabei auf ihr von den Sachsen angezweifeltes Christentum. Der Kreuzzug endete entsprechend nicht mit der totalen Unterwerfung der Wenden, sondern mit ihrer formalen Christianisierung und einem jetzt offiziell anerkannten Machtanspruch Heinrichs und Albrechts gegen\u00fcber den Slawen. In der Folge wurden die Bist\u00fcmer Havelberg, Brandenburg, Oldenburg und Mecklenburg wiederhergestellt, neue eingerichtet, Kl\u00f6ster und Kirchen gegr\u00fcndet und heidnische Heiligt\u00fcmer zerst\u00f6rt. Die Slawen mussten von jetzt an regelm\u00e4\u00dfig Messen besuchen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die inzwischen in Machtgebaren und Prunk von weltlicher Herrschaft kaum noch zu unterscheidende p\u00e4pstliche Kirche erhielt in dieser Zeit in den Katharern, einer gro\u00dfen religi\u00f6sen Laienbewegung, eine m\u00e4chtige Opposition. Sie breitete sich in S\u00fcdfrankreich und Oberitalien schnell aus, sp\u00e4ter auch im Rheinland (1143 K\u00f6ln), \u00d6sterreich, Spanien, England und Skandinavien. Von Norddeutschland ist hier nichts bekannt. Die r\u00f6mische Kirche ging bald gegen diesen inneren Feind vor und vernichtete die Bewegung bis 1310 mit brutaler Gewalt. Bis 1227 wurden im Albigenserkreuzzug die adligen Katharer in S\u00fcdfrankreich milit\u00e4risch geschlagen und nach fl\u00e4chendeckender Einf\u00fchrung des Inquisitionsverfahrens deren letzte Festung 1243\/1244 Monts\u00e9gur eingenommen, die \u00dcberlebenden verbrannt. Das Gleiche geschah 1276 in Sirmione am Gardasee. Hier wurden die \u00dcberlebenden in der Arena des nahegelegenen Verona verbrannt.<\/p>\n\n\n\n<p>Ende des 12. Jahrhunderts entstand ebenfalls in S\u00fcdfrankreich die Bewegung der Waldenser als Gemeinschaft religi\u00f6ser Laien. Sie wurden ebenso wie die Katharer von der Kirche als H\u00e4retiker verfolgt und oft mit Ketzern, Hexen, Zauberern gleichgesetzt.<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-pb-accordion-item c-accordion__item js-accordion-item no-js\" data-initially-open=\"false\" data-click-to-close=\"true\" data-auto-close=\"true\" data-scroll=\"false\" data-scroll-offset=\"0\" id=\"RitterVonBarmstede\"><h2 id=\"at-8723\" class=\"c-accordion__title js-accordion-controller\" role=\"button\">Die Ritter von Barmstede ab 1149<\/h2><div id=\"ac-8723\" class=\"c-accordion__content\">\n<p>Die Familie der Barmstedes tritt in Urkunden zum ersten Mal in der Person des Heinricus advocatus de Barmizstide im Jahr 1149 auf. Als Vasall Adolfs II. wird dieser Heinrich I. von Barmstede in einer Urkunde des s\u00e4chsischen Herzogs Heinrich des L\u00f6wen als Zeuge aufgef\u00fchrt. Er war zu dieser Zeit offenbar gr\u00e4flich schauenburgischer Vogt des Ortes und des Kirchspiels Barmstedt (Neusch\u00e4ffer, S. 2) oder nach anderen Quellen Vogt f\u00fcr das Domkapitel Hamburg. Die Herkunft der Familie ist unbekannt, sie geh\u00f6ren aber mit wenigen anderen ritterschaftlichen Familien in der Mitte des 12. Jahrhunderts zum alteingesessenen Landadel. Sie werden in der Urkunde aufgef\u00fchrt unter den &#8222;nobilibus et ministerialibus e numero Holsatorum&#8220; (Domini, Nobiles, Edelfreie) mit gro\u00dfem Grundbesitz in Stormarn (Barmstedt, Elmeshorn, Uetersen) und in Dithmarschen und sind Gefolgsleute und Ratgeber der Schauenburger Grafen. Da sie auch bei der Aufstellung des Heerbannes mitgewirkt haben, wird Heinrich mit seinen Knappen am Wendenkreuzzug teilgenommen haben. Sie waren teils verschw\u00e4gert mit den Overboden, den Vorsitzenden der Gaugerichte und Heerf\u00fchrer, standen also gesellschaftlich mit ihnen auf einer Stufe. Gleichzeitig waren sie Advocati im Dienst des Erzbistums Bremen (Advocati bedeutete Schutz- und Schirmvogt der Kirche (Bubbe, S. 30)) und verwalteten f\u00fcr ihr Gebiet deren Grundbesitz &#8211; also u. a. die &#8222;curtis in Barmitste&#8220; und die Eink\u00fcnfte &#8211; u. a. den Zehnten des Barmstedter Kirchspiels &#8211; f\u00fcr das Domkapitel in Hamburg.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Herrschaft der Erzbisch\u00f6fe von Bremen und Hamburg hatte sich bis 1104 noch bis nach Skandinavien erstreckt. Seit der Errichtung des Erzbistums Lund in Schweden waren sie aber nur noch bis zur Eiderlinie zust\u00e4ndig. Umso aktiver k\u00fcmmerten sie sich um Ausbau und Erhaltung ihrer Macht. Adalbero hatte mit Vizelin die Missionierung der Wenden betrieben, dann nach Aufst\u00e4nden am Wendenkreuzzug teilgenommen. Als der von Lothar von Supplingenburg nach Hamburg geholte Adolf von Schauenburg 1111 mit der Grafschaft Stormarn-Holstein belehnt wurde, konnte er durchsetzen, dass Dithmarschen und die Elbmarschen unter seine Herrschaft fielen. Die Grafen von Stade hatten dadurch ihn als Lehnsherrn.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Ritter von Barmstede besa\u00dfen Grundbesitz in beiden Territorien: neben Barmstedt in Glinde, Uetersen, Asseburch, \u00d6llerloh, Osterbruk, Murla, Lohe, Clinge, Bauland, Horst, Krempe, Grevenkop, Rellingen, Gorieswerder, Haselau, Willenscharen, Appen, Bunb\u00fcttel, Haale, Blomendale, M\u00f6nkerecht, Evenwisch, Hainholz. Sie gingen ab 1257 in die Ministerialit\u00e4t unter den Erzbisch\u00f6fen, wobei sie V\u00f6gte des Gutes Haseldorf wurden. Dadurch kam es zwischen den beiden Polen &#8211; Gefolgschaft gegen\u00fcber den Grafen vs. Lehnspflicht gegen\u00fcber den Bisch\u00f6fen &#8211; im 13. Jahrhundert zu Spannungen bis zu Fehden (1259 und 1282), die wohl am Ende auch den Untergang der Familie der Barmstedes verursachten.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Barmstedes waren m\u00e4chtige Grundherren und pr\u00e4gten die Gegend wie die Grafen, Erzbisch\u00f6fe und das Domkapitel. Sie haben m\u00f6glicherweise die Burg auf der heutigen Schlossinsel angelegt und zwei weitere beim heutigen Uetersen. Es existieren jedoch auch m\u00fcndliche \u00dcberlieferungen, nach denen das Schloss bzw. die Burg an der Aubr\u00fccke in der heutigen Austra\u00dfe gelegen hat, n\u00e4her an Kirche und Dorf also. Der Ort, wo heute die &#8222;Gr\u00fcne Wolke&#8220; residiert, hat fr\u00fcher &#8222;Auf dem Schlo\u00dfplatz&#8220; gehei\u00dfen, sp\u00e4ter einfach &#8222;dat Schlott&#8220;. Nach Seestern-Pauly (1822) hat auf der Kr\u00fcckauinsel zun\u00e4chst ein Jagdschloss gestanden und nach Dankwerth (1652) wurde das Haus, das 1652 noch dort stand, 1270 von einem Schauenburger gebaut. (Bubbe, S. 33f) \u00dcber die erste Bebauung wie \u00fcber die Frage, ob die Inseln und der Stau k\u00fcnstlich angelegt worden sind, gibt es bisher nur Mutma\u00dfungen.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/RiVBarm_10_RekonstuktionBurgKrueckauinseln.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-948\" width=\"436\" height=\"431\" srcset=\"https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/RiVBarm_10_RekonstuktionBurgKrueckauinseln.jpg 647w, https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/RiVBarm_10_RekonstuktionBurgKrueckauinseln-300x297.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 436px) 100vw, 436px\" \/><figcaption>M\u00f6gliche mittelalterliche Turmh\u00fcgelburg auf den Kr\u00fcckauinseln mit Wasserm\u00fchle, (Zeichnung: Michael Theilig)<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Burganlage auf den Kr\u00fcckauinseln<\/strong>: F\u00fcr die Annahme, dass auf den Kr\u00fcckauinseln fr\u00fch eine Burg gestanden hat, spricht manches. Dass bei Barmstedt eine existiert hat, ist mittlerweise nahezu unbestritten. \u00dcber den Ort allerdings sind sich nicht alle Experten einig. Neusch\u00e4ffer, D\u00e4hn und Risch z.B. gehen davon aus, dass die Barmstedes oder zumindest die Schauenburger ab Mitte des 14. Jahrhunderts oberhalb des heutigen M\u00fchlenstaus, dessen genaue Entstehung bisher nicht gekl\u00e4rt ist, eine Wasserburg auf den drei Kr\u00fcckauinseln (heutige Schlo\u00dfinsel) besa\u00dfen, da die Insellage innerhalb des Sumpfgebiets der m\u00e4andrierenden Kr\u00fcckau gute Verteidigungsm\u00f6glichkeiten bot. Er beschreibt den Forschungsstand folgenderma\u00dfen:<\/p>\n\n\n\n<p><em>&#8222;Danach bestand Burg Barmstedt aus zwei H\u00fcgeln, von denen der westliche (Durchmesser 40-50 Meter) vermutlich in Analogie zu anderen bekannten holsteinischen Anlagen die Funktion der Vorburg (Standplatz der Wirtschaftsgeb\u00e4ude) hatte, w\u00e4hrend der zweite, \u00f6stliche (Durchmesser 50-60 Meter) h\u00f6chstwahrscheinlich die Funktion des Turmh\u00fcgels besa\u00df. Auf diesem stand vermutlich ein mehrst\u00f6ckiges Turmgeb\u00e4ude, dessen Aussehen und Gr\u00f6\u00dfe aber nicht bekannt sind. Beide H\u00fcgel waren von einem 10-12 Meter breiten Graben mit vorgelagertem 10-12 Meter breiten Wall umgeben, vor welchem sich ein weiterer Wassergraben von circa 15 Meter Breite befand. Damit ist die relativ gro\u00dfe Gesamtanlage, die in O-W-Richtung 200 Meter, in N-S-Richtung 140 Meter mi\u00dft, als typische Turmh\u00fcgelburg (Motte) zu bezeichnen.&#8220; Er rechnet zu dieser Anlage auch eine M\u00fchle. (Risch, S. 167) Man darf sich die Adelssitze der damaligen Zeit nicht als besonders imposant vorstellen, schon gar nicht im norddeutschen Tiefland. Erst in der Renaissance im 15. und 16. Jahrhundert verloren sie ihre haupts\u00e4chliche Funktion als Befestigungsanlage und wurden zu repr\u00e4sentativen Schl\u00f6ssern. Der adlige Burgherr wohnte mit seiner Familie nicht in dem Turm, sondern gew\u00f6hnlich auf der Vorburg in einem repr\u00e4sentativeren Wohnhaus. Daneben standen Gesinde- und Wirtschaftsgeb\u00e4ude. Der Burgturm diente im Wesentlichen der Verteidigung. Alle Bewohner konnten sich in diesem Falle dorthin zur\u00fcckziehen. Die Br\u00fccken wurden entweder abgebrochen, hochgezogen oder durch Tore verriegelt.&#8220;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Das nebenstehende Bild stellt den Versuch dar, die beschriebene Situation m\u00f6glichst genau wiederzugeben und ber\u00fccksichtigt zudem Konturen der heutigen Inseln. Die Satellitenperspektive erm\u00f6glicht dar\u00fcber hinaus die Verwendung der Lageskizzen von Richard Haupt von 1886. Nat\u00fcrlich ist ungewiss, welche genaue landschaftliche Form im Mittelalter vorlag, ebenso unklar ist, welche Bewaldung und welche Wiesen-, Weiden und Ackernutzung in unmittelbarer Umgebung vorhanden waren. Die vorliegende Skizze soll dementsprechend nur eine Veranschaulichung sein, evtl. aber auch ein Modell, das durch weitergehende Forschung ersetzt oder nach und nach verbessert wird. Erst arch\u00e4ologische Untersuchungen k\u00f6nnten hier mehr Klarheit bringen.<\/p>\n\n\n\n<p>Zugef\u00fcgt gegen\u00fcber Rischs Skizze ist hier allerdings der evtl. damals schon vorhandene staubare Wasserablauf in \u00f6stlicher Richtung, der das heutige Wehr mit der Fischtreppe darstellt. Die Wege entsprechen etwa der Lage im 18. Jahrhundert. Bisher rein spekulativ ist die Gestaltung der Umgebung mit Wald. Ohne Frage war aber die Entwaldung des Landes im Hochmittelalter noch nicht so weit fortgeschritten wie es sich 1588 auf der Karte von Daniel Frese darstellt. Im 13. und 14. Jahrhundert muss am Ufer der Kr\u00fcckau haupts\u00e4chlich von einer Mischung aus Erlen, Eschen, Hainbuchen und Stieleichen ausgegangen werden. Nadelb\u00e4ume wurden erst im 16. Jahrhundert eingef\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/RiVBarm_11_SatellitenbildTurmhuegelburgLangeln-gross-1024x778.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-949\" width=\"499\" height=\"379\" srcset=\"https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/RiVBarm_11_SatellitenbildTurmhuegelburgLangeln-gross-1024x778.jpg 1024w, https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/RiVBarm_11_SatellitenbildTurmhuegelburgLangeln-gross-300x228.jpg 300w, https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/RiVBarm_11_SatellitenbildTurmhuegelburgLangeln-gross-768x584.jpg 768w, https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/RiVBarm_11_SatellitenbildTurmhuegelburgLangeln-gross.jpg 1254w\" sizes=\"auto, (max-width: 499px) 100vw, 499px\" \/><figcaption>Reste der Turmh\u00fcgelburg bei Langeln<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Als Bauform der Burgen des 12. und 13. Jahrhunderts wird heute meist die Turmh\u00fcgelburg (Motte) vermutet, wie sie als experimenteller Wiederaufbau in <a href=\"http:\/\/www.turmhuegelburg.de\/\" data-type=\"URL\" data-id=\"http:\/\/www.turmhuegelburg.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">L\u00fctjenburg<\/a> neu entstanden ist. Da es keine gewachsenen Felsabbaugebiete in der norddeutschen Tiefebene gibt, waren die Wohn- und Verteidigungsbauten nicht wie im Rheinland oder den Alpen aus Stein, sondern fast ausschlie\u00dflich aus Holz gebaut, das &#8211; sofern nicht besondere Bedingungen vorliegen &#8211; inzwischen vollst\u00e4ndig verschwunden ist. Reste solcher Burgen sind deshalb nur nachgewiesen worden, wenn der Bauplatz nicht wiederverwendet wurde und Wall- oder andere Bodenformationen \u00fcbrig blieben. Eine solche Fundstelle gibt es oberhalb von Barmstedt bei Langeln, wo nachgewiesen wurde, dass sich am Ufer der Kr\u00fcckau eine Turmh\u00fcgelburg befunden haben muss. Die Barmstedter Burg in der Kr\u00fcckau wurde jedenfalls sp\u00e4ter durch ein Schloss \u00fcberbaut. M\u00f6glicherweise gab es mehrere solcher Burgen in unserem Gebiet. Die Barmstedes selbst besa\u00dfen nachweislich eine Burg (castrum) in Uetersen, deren Standort nach der Klostergr\u00fcndung verlegt wurde. Nach Risch gab es im Kreis Pinneberg im Mittelalter vier landesherrliche Burgen: Barmstedt, Pinneberg, Hatzburg und Haseldorf, die jeweils zu unterschiedlichen Zeiten ihre Funktion hatten. Barmstedt wurde erst nach dem Ende der Barmstedes landesherrliche Burg, als sie Anfang des 14. Jahrhunderts von dem Schauenburger Grafen \u00fcbernommen worden war, der hier wiederum einen Vogt f\u00fcr das Amt Barmstedt einsetzte, was dem n\u00f6rdlichen Kreis Pinneberg weitgehend entspricht. Risch f\u00fchrt neben den landesherrlichen Burgen als adlige Wohnsitze, die teils burgartig ausgebaut waren, auf: Bilsen, Hainholz, Lieth (?), Wisch, Seesterm\u00fche, Haselau, Uetersen I und II, Heist I und II, Hetlingen und Thesdorf (?). Dabei waren neben Barmstedt die Anlagen in Hainholz, Haseldorf, Hatzburg, und Heist I zumindest zeitweise im Besitz der Barmstedes.<\/p>\n\n\n\n<p>Unklar ist bisher, ob hier bei der Burg bei Barmstedt auch der Hof Barmstedt &#8211; als Vorwerk &#8211; zu verorten ist. Nach Hirschfeld (S.4) war der Ausdruck &#8222;curia&#8220; im 13. Jahrhundert die Bezeichnung f\u00fcr einen ritterlichen Hof als Typus zwischen einer ritterlichen Burg (&#8222;castrum&#8220;) und Bauernhof, der immerhin durch Umwallung gesch\u00fctzt war. Die \u00dcberg\u00e4nge seien aber flie\u00dfend gewesen und h\u00e4tten sich der jeweiligen Landschaftsform angepasst. Die H\u00f6fe h\u00e4tten in oder neben D\u00f6rfern gelegen, die Burgen aber abseits vom normalen Siedlungsplatz in Niederungen als Sicherung gegen \u00dcberf\u00e4lle. In der Urkunde werden beide Begriffe nicht verwendet.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/RiVBarm_12_Turmhuegelburg_Luetjenburg.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-950\" width=\"447\" height=\"335\" srcset=\"https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/RiVBarm_12_Turmhuegelburg_Luetjenburg.jpeg 1024w, https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/RiVBarm_12_Turmhuegelburg_Luetjenburg-300x225.jpeg 300w, https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/RiVBarm_12_Turmhuegelburg_Luetjenburg-768x576.jpeg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 447px) 100vw, 447px\" \/><figcaption>Rekonstruierte Turmh\u00fcgelburg L\u00fctjenburg als arch\u00e4ologisches Experiment<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Ob es zur damaligen Zeit bereits eine M\u00fchle gegeben hat, ist nicht bekannt. Wasserm\u00fchlen allerdings wurden damals mit teils gro\u00dfem Aufwand angelegt. F\u00fcr Hamburg, die zentrale Stadt und Burg der Grafschaft Stormarn ist beispielsweise dokumentiert, dass dort 1189 ein Damm durch die Alster gebaut wurde, um eine Kornm\u00fchle zu betreiben. Sie wurde an einen M\u00fcller verpachtet, der daf\u00fcr einen Teil an die gr\u00e4fliche Kasse weiterzugeben hatte.<\/p>\n\n\n\n<p>Ob der Name &#8222;von Barmstede&#8220; aus dem Ortsnamen abgeleitet ist oder anders herum, die Ritter dem Ort den Namen gaben &#8211; wie z.B. auf der <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Barmstede_%28Adelsgeschlecht%29\" data-type=\"URL\" data-id=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Barmstede_%28Adelsgeschlecht%29\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Wikipedia-Seite<\/a> \u00fcber die Barmstedes vermutet wird &#8211; ist bisher nicht zweifelsfrei zu kl\u00e4ren. Erstaunlich ist, dass trotz der h\u00e4ufigen Nennung in Urkunden die Barmstedes in mehreren alten holsteinischen Adelsverzeichnissen z.B. Dankwerth und Angelus, nicht erw\u00e4hnt werden. (Bubbe, S.31) Es ist nicht auszuschlie\u00dfen, dass die Barmstedes im Zuge der Kolonisierung der Marsch durch die Erzbisch\u00f6fe und Stormarns und Holsteins durch Adolf II. von Schauenburg mit eingewandert sind und hier als deren V\u00f6gte eingesetzt wurden. Falls der letzte Barmstede, Otto II., tats\u00e4chlich am Bauernaufstand 1306 beteiligt war, w\u00e4re dies u. U. ein Grund, weshalb die Familie aus den Adelsregistern getilgt wurde. Jedenfalls wurden ihre s\u00e4mtlichen G\u00fcter eingezogen.<\/p>\n\n\n\n<p>Urkundliche Erw\u00e4hnungen von Barmstedes: 1175 wird Wilbrandus de Barmstede in einer Urkunde Heinrichs des L\u00f6wen genannt. 1190 werden Borchardus, Heinricus, Marquardus, Lambertus, fratres de Barmstede, genannt in Urkunden des Grafen Albrecht von Orlam\u00fcnde. 1190 hielt Heinrich II. urkundlich als Heinricus de Barmstede als Landgerichtsrat mit Albrecht von Orlam\u00fcnde Gericht in Kellinghusen, 1202-1228, in der Zeit der d\u00e4nischen Herrschaft unter Albrecht von Orlam\u00fcnde, wird er als nobilis erw\u00e4hnt, 1216 ist er als Zeuge einer Urkunde \u00fcber ein Lehen Albrechts am Selenter See genannt. 100 Jahre nach ihrer ersten Erw\u00e4hnung, im Jahre 1257, begeben sie sich in die Ministerialit\u00e4t, werden damit Dienstmannen des Erzbischofs unter Verzicht auf Adel und Freiheit, erhalten daf\u00fcr aber das Gut Haseldorf.<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-pb-accordion-item c-accordion__item js-accordion-item no-js\" data-initially-open=\"false\" data-click-to-close=\"true\" data-auto-close=\"true\" data-scroll=\"false\" data-scroll-offset=\"0\"><h2 id=\"at-8724\" class=\"c-accordion__title js-accordion-controller\" role=\"button\">Das Ende Barbarossas, Heinrichs des L\u00f6wen und Adolfs II.<\/h2><div id=\"ac-8724\" class=\"c-accordion__content\">\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/RiVBarm_13_BarbarossaKyffhaeuser.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-951\" width=\"240\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/RiVBarm_13_BarbarossaKyffhaeuser.jpg 570w, https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/RiVBarm_13_BarbarossaKyffhaeuser-240x300.jpg 240w\" sizes=\"auto, (max-width: 240px) 100vw, 240px\" \/><figcaption>In der Kyffh\u00e4user-Sage schl\u00e4ft Kaiser Barbarossa mit seinen Getreuen und wacht eines Tages auf, um das Reich zu retten<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Graf Adolf II. nahm im Heer Heinrichs des L\u00f6wen 1159 mit seiner Gefolgschaft, zu der m\u00f6glicherweise auch die Barmstedes mit ihrer Mannschaft geh\u00f6rten, teil am Zug <a href=\"http:\/\/sub.piserver\/index.php\/Friedrichs_I.\" data-type=\"URL\" data-id=\"http:\/\/sub.piserver\/index.php\/Friedrichs_I.\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Friedrichs I.<\/a> (Barbarossas) nach Italien und kehrte offenbar heil zur\u00fcck. F\u00fcnf Jahre sp\u00e4ter jedoch, im Jahre 1164, wurde er in einem erneuten Feldzug Heinrichs des L\u00f6wen gegen die Abodriten in der Schlacht bei Verchen get\u00f6tet. Sein Sohn Adolf III. erbte die Grafschaft.<\/p>\n\n\n\n<p>Als sich Heinrich der L\u00f6we 1176 weigerte, Barbarossa milit\u00e4risch gegen die lombardischen St\u00e4dte zu unterst\u00fctzen, erlitt dieser eine Niederlage, konnte aber schlie\u00dflich einen Friedensschluss mit dem Papst erreichen. Heinrich der L\u00f6we, der seine Lehnspflicht gegen\u00fcber dem Kaiser verletzt hatte, verlor daraufhin auf Beschluss des W\u00fcrzburger Hoftags seine Herzogt\u00fcmer, ging 1180 nach S\u00fcdengland ins Exil und starb 1195 in Braunschweig.<\/p>\n\n\n\n<p>Graf Adolf III. (-1203), der sich in den Auseinandersetzungen zwischen Barbarossa und Heinrich dem L\u00f6wen f\u00fcr die Seite des Kaisers entschieden hatte, behielt seine Rechte. Barbarossa \u00fcberlebte wiederum den dritten Kreuzzug nicht. 1189 war er bereits auf dem Hinweg ertrunken, als er ein Kreuzfahrerheer zusammen mit Philipp II. von Frankreich, Richard I. (L\u00f6wenherz) von England gegen Jerusalem f\u00fchren wollte, das gerade von Saladin erobert worden war. Die Kreuzfahrer konnten jedoch nur Akkon zur\u00fcck erobern.<\/p>\n\n\n\n<p>Barbarossas Nachfolger, <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Heinrich_VI._%28HRR%29#Die_Gefangennahme_Richard_L.C3.B6wenherz.E2.80.99_.281192.E2.80.931194.29\" data-type=\"URL\" data-id=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Heinrich_VI._%28HRR%29#Die_Gefangennahme_Richard_L.C3.B6wenherz.E2.80.99_.281192.E2.80.931194.29\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Heinrich VI.<\/a>, konnte 1184 die Vereinigung des Heiligen R\u00f6mischen Reichs mit dem s\u00fcditalienischen Normannenreich (Sizilien) erreichen. Durch die Gefangennahme von Richard L\u00f6wenherz 1192, als der wegen Thronstreitigkeiten mit seinem Bruder Johann unerkannt nach England zu kommen versuchte, konnte er vor\u00fcbergehend die Lehnsabh\u00e4ngigkeit Englands und gleichzeitig die Schw\u00e4chung der F\u00fcrstenopposition im eigenen Reich erreichen. 1197 wollte er einen neuen Kreuzzug, den &#8222;Deutschen Kreuzzug&#8220; durchf\u00fchren, verstarb aber vorher 31-j\u00e4hrig an Malaria. Der Kreuzzug selbst f\u00fchrte zur Eroberung des K\u00fcstenstreifens von Tyrus bis Tripolis. Nach dem Tod Heinrichs 1198 folgte ihm Philipp von Schwaben (Staufer, j\u00fcngster Sohn Barbarossas) (1177-1208) als r\u00f6misch-deutscher K\u00f6nig.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"780\" height=\"599\" src=\"https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/RiVBarm_14_780px-Hzgt_Sachsen_1181.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-952\" srcset=\"https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/RiVBarm_14_780px-Hzgt_Sachsen_1181.png 780w, https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/RiVBarm_14_780px-Hzgt_Sachsen_1181-300x230.png 300w, https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/RiVBarm_14_780px-Hzgt_Sachsen_1181-768x590.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 780px) 100vw, 780px\" \/><figcaption>Herzogtum Sachsen Heinrichs des L\u00f6wen 1181<\/figcaption><\/figure>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-pb-accordion-item c-accordion__item js-accordion-item no-js\" data-initially-open=\"false\" data-click-to-close=\"true\" data-auto-close=\"true\" data-scroll=\"false\" data-scroll-offset=\"0\"><h2 id=\"at-8725\" class=\"c-accordion__title js-accordion-controller\" role=\"button\">Holstein als d\u00e4nisches Lehen (1202-1227)<\/h2><div id=\"ac-8725\" class=\"c-accordion__content\">\n<p>Die Entmachtung Heinrichs des L\u00f6wen im Jahr 1180 hatte im Norden des Reichs zun\u00e4chst ein Machtvakuum zur Folge, das sich die d\u00e4nischen K\u00f6nige allerdings schnell zunutze machen konnten. Heinrich hatte zur Zeit seiner Herrschaft in einem komplizierten machtpolitischen Spiel erst die Wenden in Mecklenburg zu Raubz\u00fcgen gegen die d\u00e4nischen K\u00fcsten ermuntert, dann aber 1171 einen Frieden mit K\u00f6nig Waldemar geschlossen. Als die Reichsacht \u00fcber Heinrich verh\u00e4ngt wurde, half Waldemar dem Kaiser bei der Besetzung L\u00fcbecks.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/RiVBarm_15_800px-Stellau_Kirche_1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-953\" width=\"535\" height=\"401\" srcset=\"https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/RiVBarm_15_800px-Stellau_Kirche_1.jpg 800w, https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/RiVBarm_15_800px-Stellau_Kirche_1-300x225.jpg 300w, https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/RiVBarm_15_800px-Stellau_Kirche_1-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 535px) 100vw, 535px\" \/><figcaption>Kirche in Stellau (bei Wrist) von 1201<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>1187 folgte als K\u00f6nig in D\u00e4nemark Knut VI., der sich aufgrund der neuen &#8211; f\u00fcr ihn g\u00fcnstigeren &#8211; Lage weigerte, dem Kaiser den Lehnseid zu schw\u00f6ren, was eine Verletzung der Pflicht war, die der deutsche K\u00f6nig Lothar 1131 gegen den D\u00e4nen Niels in einem Krieg durchgesetzt hatte. In neuen Kriegen setzte er seine Lehnshoheit in Pommern durch und baute seine Macht in Finnland und Estland aus und griff L\u00fcbeck und Holstein an. Waldemar II. f\u00fchrte nach dem Tod seines Bruders Knut dessen Strategie fort und griff die holsteinische Grafschaft an.<\/p>\n\n\n\n<p>Waldemar gewann 1202 mit seinem d\u00e4nischen Ritterheer in der Schlacht bei Stellau gegen das deutsche Heer unter Adolf III. von Schauenburg-Holstein. Adolf konnte nach Hamburg fl\u00fcchten, wurde aber nach einer Belagerung der Stadt gefangen genommen. Im Tausch gegen seine Freilassung verzichtete er auf die Grafschaften Stormarn-Holstein, Wagrien und Ratzeburg und zog sich in seine Stammgrafschaft Schauenburg zur\u00fcck, wo er 1225 &#8211; gewisserma\u00dfen im Exil &#8211; starb. Holstein wurde daraufhin 1203 d\u00e4nisches Lehen. Die Regierung \u00fcber Holstein gab Waldemar II. seinem Neffen Albrecht von Orlam\u00fcnde.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Reich war es nach dem Tod von Heinrich VI. zu erneuten Thronstreitigkeiten zwischen Otto IV.(Welfe) und Philipp von Schwaben (Staufer) gekommen. 1208 wurde Letzterer ermordet und als neuer K\u00f6nig und Kaiser 1209 Otto IV. gekr\u00f6nt. Schon 1211 w\u00e4hlten die Reichsf\u00fcrsten <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Friedrich_II._%28HRR%29\" data-type=\"URL\" data-id=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Friedrich_II._%28HRR%29\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Friedrich II.<\/a> zum &#8222;anderen r\u00f6misch-deutschen K\u00f6nig&#8220;. Er wurde einer der bedeutendsten Kaiser des Mittelalters, war hochgebildet, sprach mehrere Sprachen, zeigte Interesse am Islam, verfolgte aber gleichzeitig H\u00e4retiker. Aufgewachsen in Sizilien, zog er 1212 nach Deutschland gegen Otto, der in Bouvines in einer Entscheidungsschlacht zwischen England und Frankreich starb, so dass Friedrich jetzt unumstritten K\u00f6nig war. Er zeigte allerdings wenig Interesse an den Angelegenheiten des Nordens. Der D\u00e4nenk\u00f6nig Waldemar erhielt durch Friedrich II. 1214 in einer Urkunde verbrieft &#8222;alles Land jenseits der Elbe, das zum R\u00f6mischen Reich deutscher Nation geh\u00f6rte, und dazu alles Wendenland, das von Waldemars Vorg\u00e4nger erobert worden war.&#8220; (Degn, S.55) Gleich nach der Kr\u00f6nung Friedrichs II. zum Kaiser wurde sein Sohn Heinrich (VII.) 1220 zum r\u00f6misch-deutschen K\u00f6nig gew\u00e4hlt. Friedrich zog zur\u00fcck nach Sizilien, die Regierung des Reichs lag wegen der Minderj\u00e4hrigkeit Heinrichs bei Reichsverwesern. Holstein war jetzt &#8211; inclusive L\u00fcbeck und Hamburg &#8211; d\u00e4nisches Lehen geworden.<\/p>\n\n\n\n<p>Waldemar II., der jetzt den Beinamen &#8222;der Sieger&#8220; erhalten hatte, setzte seine Politik der Beherrschung der Ostsee fort. Durch Unterst\u00fctzung des Schwertritterordens und Gr\u00fcndung der Stadt Reval (D\u00e4nenburg) sowie in einer siegreichen Entscheidungsschlacht (bei der der Danebrog vom Himmel gefallen sein soll) konnte die d\u00e4nische Machtstellung ausgebaut werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Sein Stern geriet aber ins Sinken, als er 1214 auf einer d\u00e4nischen Insel bei der Jagd zusammen mit seinem Sohn vom mecklenburgischen Grafen von Schwerin gefangengenommen und in der Burg Dannenberg festgesetzt wurde. In \u00fcber 10-j\u00e4hrigen Verhandlungen zu seiner Freilassung, an denen Albrecht von Orlam\u00fcnde und Vertreter des Deutschen Reichs beteiligt waren, konnten keine Ergebnisse erzielt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Adolf IV. (1224-1239), Sohn von Adolf III., verb\u00fcndete sich nun mit Heinrich von Schwerin, Heinrich von Werle und Erzbischof Gerhard II. von Bremen und den f\u00fchrenden M\u00e4nnern in Holstein gegen Albrecht von Orlam\u00fcnde und siegte 1225 in der Schlacht bei M\u00f6lln. Der gefangene K\u00f6nig Waldemar ging in seiner Not nun auf alle Forderungen des Reichs ein und wurde daraufhin freigelassen. Sobald er jedoch wieder im Besitz seiner k\u00f6niglichen Macht war, widerrief er sofort alle Zusicherungen, da sie ja unter Zwang erfolgt waren. Waldemar zog mit seinem Heer sofort gegen Rendsburg, Dithmarschen, Itzehoe und Segeberg und vereinigte sich mit seinem Verb\u00fcndeten Otto von L\u00fcneburg, der Hamburg eingenommen hatte. Adolf IV. konnte aber seine Verb\u00fcndeten, verst\u00e4rkt durch die seit 1226 freie Reichsstadt L\u00fcbeck, wieder zusammenbringen und erreichte in der Schlacht bei Bornh\u00f6ved bei Pl\u00f6n im Jahre 1227 die Wiedereroberung der nordelbischen Grafschaften und ihrer R\u00fcckkehr als Lehen ins deutsche Reich.<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-pb-accordion-item c-accordion__item js-accordion-item no-js\" data-initially-open=\"false\" data-click-to-close=\"true\" data-auto-close=\"true\" data-scroll=\"false\" data-scroll-offset=\"0\"><h2 id=\"at-8726\" class=\"c-accordion__title js-accordion-controller\" role=\"button\">Die Ritter von Barmstede und die Grafen von Schauenburg-Holstein-Pinneberg (1227-1250)<\/h2><div id=\"ac-8726\" class=\"c-accordion__content\">\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/RiVBarm_16_AdolfIV.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-954\" width=\"370\" height=\"620\" srcset=\"https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/RiVBarm_16_AdolfIV.jpg 612w, https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/RiVBarm_16_AdolfIV-179x300.jpg 179w\" sizes=\"auto, (max-width: 370px) 100vw, 370px\" \/><figcaption>Adolf IV.<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Die d\u00e4nische Ostseeherrschaft war beendet und damit stand die s\u00fcdliche Ostseek\u00fcste der deutschen Ostkolonisation offen. Der Schwertbr\u00fcderorden ging 1237 im Deutschen Orden auf und von L\u00fcbeck str\u00f6mten deutsche Kaufleute in die slawischen und baltischen L\u00e4nder aus und gr\u00fcndeten die vielen heute dort liegenden St\u00e4dte, die sp\u00e4ter den Kernbestand der Hanse ausmachen sollten.<\/p>\n\n\n\n<p>Adolf IV. nahm 1238 noch an einem Kreuzzug teil und teilte seine Grafschaft 1239 unter seinen S\u00f6hnen auf, so dass von jetzt an Holstein ein Flickenteppich verschiedener Teil-Herrschaften wurde. Er selbst wurde M\u00f6nch, lie\u00df sich 1244 zum Priester weihen, gr\u00fcndete zum Schluss noch Neustadt und zog sich dann endg\u00fcltig in ein Kloster zur\u00fcck. Er starb 1261 im von ihm gestifteten Franziskanerkloster in Kiel. Unter seinen S\u00f6hnen Johann (Holstein-Kiel) und Gerhard (Holstein-Itzehoe, d.h. Stormarn, Pl\u00f6n, Schauenburg &#8211; incl. Herrschaft Pinneberg) wurde die Grafschaft zun\u00e4chst in zwei, sp\u00e4ter in sechs Teile zersplittert. 1300 gibt es die Kieler, Itzehoer, Rendsburger, Pl\u00f6ner, Segeberger und Schauenburger (an der Weser) Linie. Bei Erbteilungen erhielt immer jede Linie einen Anteil. Grundeinheiten waren die Kirchspiele, jeweils mit einem Schloss, von dem aus der gr\u00e4fliche Vogt Gerichtsbarkeit und Hebung der Eink\u00fcnfte aus\u00fcben konnte. Barmstedt war damals allerdings noch im Besitz des Hamburger Domkapitels.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<p>Der deutsche Kronerbe Heinrich (VII.) wurde 1228 vollj\u00e4hrig und \u00fcbernahm die Regierung als r\u00f6misch-deutscher K\u00f6nig, wobei er die St\u00e4dte stark f\u00f6rderte und u. a. damit die F\u00fcrsten gegen sich aufbrachte, wobei eine tiefe Gegnerschaft zum Vater und zum Papst entstand. Nachdem er eine Verf\u00fcgung gegen ungerechtfertigte Ketzerverfolgungen erlassen hatte, wurde er vom Papst gebannt. Heinrich verb\u00fcndete sich daraufhin mit der antikaiserlichen Opposition unter den F\u00fcrsten. 1235 zog sein Vater, Friedrich II., gegen Heinrich und siegte im Swiggerstal. Friedrich entthronte ihn und lie\u00df ihn in Apulien festhalten, wo er schon 1242 starb.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<p><strong>Epoche der Stadtgr\u00fcndungen beginnt im ganzen Reich<\/strong> &#8211; 1232\/5 erkannte Friedrich II. auf der Reichsversammlung in Mainz zus\u00e4tzliche Rechte der Landesf\u00fcrsten, wobei er k\u00f6nigliche Rechte, sog. &#8222;Regalien&#8220;, aufgab bzw. an die Landesf\u00fcrsten \u00fcbergab. Auch Adolf IV. war daran stark gelegen. Er wird in der Urkunde &#8222;Statutum in favorem principum&#8220; als Hauptzeuge aufgef\u00fchrt. Diese Regalien werden die drei M genannt, n\u00e4mlich &#8222;Markt, Mauer, M\u00fcnze&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<p>Adolf IV. setzte dieses Recht in einer Vielzahl von Stadtgr\u00fcndungen um. An geeigneten Stellen, wo schon Burgen lagen oder sich Fernhandelswege kreuzten, wurden die Neust\u00e4dte in Itzehoe, Hamburg, Rendsburg, Oldesloe gegr\u00fcndet, dann als v\u00f6llige Neugr\u00fcndungen die St\u00e4dte Kiel, Heiligenhafen, Neustadt und Oldenburg i.H., Pl\u00f6n und L\u00fctjenburg.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"706\" src=\"https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/RiVBarm_17_Holstein_im_Mittelalter_1300_alteNamen-1024x706.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-955\" srcset=\"https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/RiVBarm_17_Holstein_im_Mittelalter_1300_alteNamen-1024x706.jpg 1024w, https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/RiVBarm_17_Holstein_im_Mittelalter_1300_alteNamen-300x207.jpg 300w, https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/RiVBarm_17_Holstein_im_Mittelalter_1300_alteNamen-768x529.jpg 768w, https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/RiVBarm_17_Holstein_im_Mittelalter_1300_alteNamen-1536x1059.jpg 1536w, https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/RiVBarm_17_Holstein_im_Mittelalter_1300_alteNamen.jpg 1619w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>In unserer Region wurden die beiden St\u00e4dte Krempe und Wilster in den seit dem 12. Jahrhundert urbar gemachten Elbmarschen gegr\u00fcndet, Krempe wahrscheinlich unter starker F\u00f6rderung durch die Barmstedes.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Rechtsgrundsatz &#8222;Stadtluft macht frei&#8220; verschaffte den bisher h\u00f6rigen Bauern die M\u00f6glichkeit, soweit sie 1 Jahr und 1 Tag unbehelligt in der Stadt gelebt hatten, von den lehnsrechtlichen Anspr\u00fcchen ihrer Grundherren befreit zu sein. Dem Landesherrn verschafften die St\u00e4dte neue Einnahmequellen und eine starke F\u00f6rderung von Handel und Gewerbe. Sie erhielten im holsteinischen Bereich alle das l\u00fcbische Recht, also einen Rat aus B\u00fcrgermeistern und mehreren Ratsherren auf Lebenszeit, die sich, wenn ein Posten freiwurde, selbst &#8222;erg\u00e4nzte&#8220; aus dem Kreis der beg\u00fcterten, &#8222;ratsf\u00e4higen&#8220; B\u00fcrgern. Zu diesen geh\u00f6rten nur diejenigen, die in der Stadt Grundeigentum besa\u00dfen. Die h\u00f6here Gerichtsbarkeit wurde vom landesherrlichen Vogt ausge\u00fcbt, der aber nach und nach verdr\u00e4ngt wurde.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Raubritterplage<\/strong> &#8211; Eine weitere wichtige Reform durch die Mainzer Reichsversammlung war das Landfriedensgesetz, das privaten R\u00fcckgriff auf Gewalt verbot. Kirchen, H\u00e4user, Stra\u00dfen, Geistliche, Pilger, Frauen, Kaufleuten etc. wurden unter Schutz gestellt. Verletzungen dieses Gesetzes wurden mit &#8222;peinlicher Strafe&#8220; bedroht. Diese gesetzliche Klarstellung und Versch\u00e4rfung war offenbar notwendig geworden, denn \u00dcberf\u00e4lle auf Kaufleute und Warentransporte waren im ganzen Reichsgebiet zu einer Plage geworden. Gerade die zunehmende Bedeutung der St\u00e4dte und des Handels brachten einen Niedergang des Landadels mit sich, so dass immer h\u00e4ufiger Raubritter zur Selbsthilfe griffen, um sich in den Besitz von Reicht\u00fcmern zu bringen, was vorher in Eroberungsz\u00fcgen z. B. nach Wagrien und das \u00fcbrige slawische Gebiet f\u00fcr jeden teilnehmenden Ritter m\u00f6glich war. Wegen der unklaren und oft nicht vorhandenen territorialen Autorit\u00e4t gab es auch keine \u00fcbergeordneten Sicherheitskr\u00e4fte. Es galt noch das mittelalterliche Fehderecht, das es jedem Freien erm\u00f6glichte, bei Einhaltung gewisser Verfahrensregeln, anderen mit Gewalt zu nehmen, was man f\u00fcr sein Recht hielt.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch einzelne der Ritter von Barmstede nahmen sich in der 2. H\u00e4lfte des 13. Jahrhunderts dieses Recht heraus, als sie auf der Elbe Hamburger Schiffe aufbrachten.<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-pb-accordion-item c-accordion__item js-accordion-item no-js\" data-initially-open=\"false\" data-click-to-close=\"true\" data-auto-close=\"true\" data-scroll=\"false\" data-scroll-offset=\"0\"><h2 id=\"at-8727\" class=\"c-accordion__title js-accordion-controller\" role=\"button\">Gr\u00fcndung des Klosters Uetersen<\/h2><div id=\"ac-8727\" class=\"c-accordion__content\">\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"327\" height=\"500\" src=\"https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/RiVBarm_18_Humbelina_von_Jully.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-956\" srcset=\"https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/RiVBarm_18_Humbelina_von_Jully.jpg 327w, https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/RiVBarm_18_Humbelina_von_Jully-196x300.jpg 196w\" sizes=\"auto, (max-width: 327px) 100vw, 327px\" \/><figcaption>Zisterzienserinnen<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Gleich, nachdem Adolf IV. seine Grafschaft wieder erobert hatte, erscheint ein Mitglied der Ritterfamilie Barmstede im Jahr 1227 wieder in Urkunden, als Lambertus de Barmstede zum Bischof in Ratzeburg ernannt wird. Schon hieraus wird deutlich, dass die Familie der Barmstedes gut verbunden war mit der altholsteinischen F\u00fchrungsschicht, der &#8222;virtus Holzsatorum&#8220;, und gleichzeitig mit dem Schauenburger Grafen. Sein Episcopat war aber sehr ungl\u00fccklich. Er wurde stark angefeindet und starb bereits ein Jahr nach seiner Amts\u00fcbernahme.<\/p>\n\n\n\n<p>1235 gr\u00fcndete Heinrich II. von Barmstede das <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kloster_Uetersen\" data-type=\"URL\" data-id=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kloster_Uetersen\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Zisterzienser-Nonnenkloster<\/a> in Utersten (Uetersen), also noch bevor der Landesherr Adolf IV. im Jahre 1246 (Degn, S.58) das Zisterzienser-Nonnenkloster Hervardeshude (sp\u00e4ter Harvestehude) am Peperm\u00f6lenbek (Fischmarkt zwischen Hamburg und Altona) durch Heilwig von der Lippe gr\u00fcndete. Der abgelegene Ort am Rande der noch nicht erschlossenen Elbmarsch lag damit auch am \u00e4u\u00dfersten Ende (\u201euterst End\u201c, woraus sich der Name Uetersen entwickelt haben soll) ihres Herrschaftsbereichs. Heinrich machte seinen Besitz inclusive seiner dort liegenden Burg zu einer geistlichen Stiftung und versah diese auch mit weiteren Schenkungen. In einer Urkunde von 1234 ist beurkundet, dass Heinrich II. von Barmstede von anderen Besitzungen dem Kloster &#8222;23 Stadter Scheffel Winterweizen aus Horst&#8220; stiftete (Marek). Er rief 12 Nonnen der Zisterzienserinnen aus dem Kloster Reinbek und lie\u00df etwas entfernt eine neue Burg bauen. Die Gr\u00fcndungsurkunde des Klosters ist mit einem Siegel der Barmstedes versehen und zeigt als einziges erhaltenes Dokument das Wappen mit den drei Wolfsk\u00f6pfen. Bubbe schreibt: &#8222;Drei Wolfsk\u00f6pfe auf dem Hals mit aufgesperrtem Rachen. Ob dies Wappenbild darauf hinweisen soll, da\u00df die Ritter eifrige Wolfsvertilger in der waldreichen, von W\u00f6lfen geplagten Gegend waren, oder ob es ein Sinnbild ihres Geschlechts sein soll, das die Ritter als rei\u00dfende W\u00f6lfe bezeichnet, l\u00e4\u00dft sich wohl nicht entscheiden.&#8220; (S.33) Horst wurde bald nach dem Aussterben der Barmstedes als Patrimonialgut komplett unter die Gerichtsbarkeit des Nonnenklosters gestellt (Marek).<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Kl\u00f6ster in Schleswig-Holstein<\/strong>: Kl\u00f6ster spielten im Mittelalter eine zentrale Rolle, nicht nur f\u00fcr die Fr\u00f6mmigkeit, sondern auch in der kulturellen und wirtschaftlichen Entwicklung des Landes. Zun\u00e4chst gab es Benediktiner in Ratzeburg, L\u00fcbeck, Cismar, Schleswig, Ripen, Preetz, des Weiteren Augustiner in Neum\u00fcnster (sp\u00e4ter Bordesholm) und Segeberg. Die Trachten waren schwarz. Die Zisterzienser trugen \u00fcber einem wei\u00dfen Gewand ein schwarzes Skapulier. Gegr\u00fcndet ca 1120 und bekannt geworden durch <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bernhard_von_Clairvaux\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bernhard_von_Clairvaux\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Bernhard von Clairvaux<\/a>, der den Aufruf zum Wendenkreuzzug 1147 verfasst hatte, war dieser Orden der erste zentral organisierte, dessen Hauptanliegen war, nicht von Spenden, sondern von der eigenen H\u00e4nde Arbeit zu leben. Darum stand die Urbarmachung von siedlungsarmen Landstrichen im Vordergrund. Neben den &#8211; meist adligen &#8211; M\u00f6nchen bzw. Nonnen gab es Laienbr\u00fcder bzw. -schwestern, die f\u00fcr die Arbeit des Klosters unverzichtbar waren.<\/p>\n\n\n\n<p>Das erste Zisterzienserkloster in Holstein war 1186 von Adolf III. in Reinfeld gegr\u00fcndet worden, von dort aus entstand 1226 das Nonnenkloster Reinbek. Adolf IV. f\u00f6rderte die weiteren Neugr\u00fcndungen in Ivenfleth (sp\u00e4ter Itzehoe), Uetersen und Harvestehude. Uetersen ist das einzige dieser Kl\u00f6ster, das von einem einzelnen Adligen gegr\u00fcndet und durch ansehnlichen Grundbesitz gut ausgestattet wurde. (Degn, S.67)<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-pb-accordion-item c-accordion__item js-accordion-item no-js\" data-initially-open=\"false\" data-click-to-close=\"true\" data-auto-close=\"true\" data-scroll=\"false\" data-scroll-offset=\"0\"><h2 id=\"at-8728\" class=\"c-accordion__title js-accordion-controller\" role=\"button\">Literatur<\/h2><div id=\"ac-8728\" class=\"c-accordion__content\">\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>von Aspern, Dr. F.: Beitr\u00e4ge zur \u00e4lteren Geschichte Holsteins, I. Heft. Hamburg 1849<\/li><li>Bohn, Robert: Geschichte Schleswig-Holsteins, M\u00fcnchen 2006<\/li><li>Bubbe, H. F.: Die Geschichte des Kirchspiels Barmstedt in \u00e4ltester Zeit bis 1648, in: D\u00f6ssel, Hans (Hg.):Stadt und Kirchspiel Barmstedt. Eine geschichtliche Schau I. Heft, Barmstedt 1936<\/li><li>D\u00e4hn, Arthur: Ringw\u00e4lle und Turmh\u00fcgel: Mittelalterliche Burgen in Schleswig-Holstein. Unter Mitarbeit von Susan M\u00f6ller-Wiering, Husum 2001<\/li><li>Dankwerth, Caspar &amp; Johannes Mejer: Newe Landesbeschreibung der 2 Herzogt\u00fcmer Schleswig und Holstein. Husum 1652<\/li><li>Degn, Christian: Schleswig-Holstein &#8211; eine Landesgeschichte. Historischer Atlas, Neum\u00fcnster 1994<\/li><li>Ehlers, Wilhelm: Geschichte und Volkskunde des Kreises Pinneberg. Elmshorn 1922<\/li><li>Freytag, Erwin: Die Herren von Barmstede und die Gr\u00fcndung des Klosters Uetersen, in: Jahrbuch f\u00fcr den Kreis Pinneberg 1970<\/li><li>Freytag, Erwin: Burgen und Kloster in Uetersen w\u00e4hrend des Mittelalters, in: Jahrbuch f\u00fcr den Kreis Pinneberg<\/li><li>Haupt, Dr. Richard: Die Bau- und Kunstdenkm\u00e4ler der Provinz Schleswig-Holstein, Kiel 1886<\/li><li>Klessmann, Eckart: Geschichte der Stadt Hamburg, Hamburg 1981<\/li><li>Lange, Ulrich (Hrsg.): Geschichte Schleswig-Holsteins. Von den Anf\u00e4ngen bis zur Gegenwart. Neum\u00fcnster 2003<\/li><li>Lorenzen-Schmidt, Klaus-Joachim \/ Pelc, Ortwin (Hrsg.): Schleswig-Holstein Lexikon, Neum\u00fcnster 2000<\/li><li>Marek, Ulf: L\u00e4ndliche Idylle mit Charakter, in BZ vom 7. Juni 2013<\/li><li>Neusch\u00e4ffer, Hubertus: Das Amt Barmstedt und ehemalige Grafschaft Rantzau, in: SCHLESWIG-HOLSTEIN 11\/87, S. 2-6<\/li><li>Hans-Gerhard Risch: Die mittelalterlichen Burgen im Kreis Pinneberg. Ein \u00dcberblick zum derzeitigen Forschungsstand, in: Arch\u00e4ologie des Mittelalters und Bauforschung im Hanseraum Rostock o.J.<\/li><li>Seestern-Pauly, Friedrich: <a href=\"http:\/\/books.google.de\/books?id=8tNCAAAAcAAJ&amp;printsec=frontcover&amp;dq=editions:UPHq0WtILYIC&amp;hl=de&amp;sa=X&amp;ei=LxM_UdzpEImDtAb-pIGwBw&amp;ved=0CDUQ6AEwAQ#v=onepage&amp;q&amp;f=false\" data-type=\"URL\" data-id=\"http:\/\/books.google.de\/books?id=8tNCAAAAcAAJ&amp;printsec=frontcover&amp;dq=editions:UPHq0WtILYIC&amp;hl=de&amp;sa=X&amp;ei=LxM_UdzpEImDtAb-pIGwBw&amp;ved=0CDUQ6AEwAQ#v=onepage&amp;q&amp;f=false\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Beitr\u00e4ge zur Kunde der Geschichte sowie des Staats- und Privatrechts des Herzogtums Holstein, II. Band, Schleswig 1825<\/a><\/li><li>Theilig, Bernhard: Der Anfang Barmstedts. (Urkunde Adalberos\u2026), in: Jahrbuch f\u00fcr den Kreis Pinneberg 1980<\/li><li>Theilig, Bernhard: Die Heiligen-Geist-Kirche in Barmstedt und ihre Geschichte, in: Jahrbuch f\u00fcr den Kreis Pinneberg 1980<\/li><li>Theilig, Bernhard: Die 7 Epochen in der Geschichte unserer engeren Heimat, in: Jahrbuch f\u00fcr den Kreis Pinneberg 1999<\/li><li>Theilig, Bernhard: Die Geschichte der Schlo\u00dfinsel Rantzau zu Barmstedt, in: Jahrbuch f\u00fcr den Kreis Pinneberg 1987<\/li><li>Freytag, Erwin: Schriften des Vereins f\u00fcr schleswig-holsteinischen Kirchengeschichte 2.\/17.Band 1859\/60<\/li><\/ul>\n<\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":853,"menu_order":3,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"class_list":["post-872","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/872","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=872"}],"version-history":[{"count":18,"href":"https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/872\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1079,"href":"https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/872\/revisions\/1079"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/853"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/barmstedt-geschichte.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=872"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}